Personalwechsel
Franziska Roth in der Kritik: «Das könnte man sich in der Privatwirtschaft gar nicht leisten»

Die neue SVP-Regierungsrätin hat sich von ihrem Militär- und ihrem Gesundheitschef getrennt. Kritische Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten.

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Zwei Abteilungsleiter verlassen das Gesundheits- und Sozialdepartement: Die neue SVP-Regierungsrätin trennt sich von Andreas Flückiger (Leiter Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz) und Urs Niffeler (Leiter Abteilung Gesundheit).

Das stösst auf Kritik. Es sei eine dumme Mode, dass jedes Regierungsratsmitglied seine eigenen Leute um sich scharen will, sagt der bekannte Zürcher Kommunikations- und Unternehmensberater Klaus J. Stöhlker gegenüber Tele M1. Denn das habe negative Folgen. "Das könnte man sich in der Privatwirtschaft gar nicht leisten, dass ein Mitarbeiter so davonrennt oder davongeschickt wird. Hier entstehen riesengrosse Verluste." Diese müssten kompensiert werden. "Darunter leidet letztlich der Bürger", argumentiert er.

Nun hat Franziska Roth das Departement von der Grünen Susanne Hochuli übernommen. Der politische Kurs der beiden unterscheidet sich deutlich. Dementsprechend hat auch Daniel Hölzle, Präsident der Grünen Aargau, mit Personalwechseln gerechnet. Dass Roth nun schon drei Abteilungsleiter-Posten neu besetzt, sieht er trotzdem kritisch. "Weil noch keine Dossier-Sicherheit hat, um auf so viel Erfahrung zu verzichten", sagt er zu TeleM1.

Zu allfälligen Mehrkosten und Know-how, das nun verloren geht, will sich Franziska Roth am Dienstag nicht äussern.

Zu den Gründen für das Ausscheiden der beiden Abteilungsleiter möchte sich die Regierungsrätin nicht näher äussern. Ob die beiden Stellen durch bisherige Mitarbeiter besetzt oder ausgeschrieben werden, ist noch unklar. (pz)