Coronavirus

Frankreich dankt für Behandlung von drei Patienten – Aargau half als erster nicht angrenzender Kanton

Im Kantonsspital Aarau wurden rei schwer erkrankte Patienten aus dem Nachbarland Frankreich gesund gepflegt.

Im Kantonsspital Aarau wurden rei schwer erkrankte Patienten aus dem Nachbarland Frankreich gesund gepflegt.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich bei der Schweiz für die Hilfe während der Coronakrise bedankt. Explizit wurde der Kanton Aargau erwähnt: Das Kantonsspital Aarau hatte zu Beginn der Pandemie drei schwer erkrankte Patienten aus dem Nachbarland gesund gepflegt.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich bei der Schweiz am Quatorze Juillet, dem französischen Nationalfeiertag, für ihre Hilfe mitten in der Coronakrise bedankt. Schweizer Kantone haben damals insgesamt 52 Patientinnen und Patienten aus Frankreich übernommen und gepflegt. Dies, weil die Spitalinfrastruktur in den besonders betroffenen französischen Regionen am Anschlag war.

Das Kantonsspital Aarau (KSA) hat drei dieser Patientinnen und Patienten aufgenommen. Dies erfolgte auf der Basis einer direkten Anfrage des französischen Generalkonsuls in Zürich beim Landammann des Kantons ­Aargau. «Der Regierungsrat war sofort bereit, solidarisch zu helfen. Er betrachtete dies als Zeichen der gebotenen ­Solidarität», betont Landammann Markus Dieth.

Aufnahme war wegen freier Kapazitäten möglich

«Die Aufnahme von ausländischen Patienten war möglich, weil es auf den Aargauer Intensivstationen freie Kapazitäten hatte», sagt Barbara Hürlimann, Leiterin der Abteilung Gesundheit: «Wir bedanken uns beim Kantonsspital Aarau, das die grenzüberschreitende Solidarität ermöglicht hat.» Die drei französischen Patienten konnten glücklicherweise nach der Behandlung repatriiert werden.

Der Kanton Aargau half als erster Nicht-Grenzkanton

Nun hat der französische Botschafter in Bern, Frédéric Journès, in seiner Ansprache zum 14. Juli in der Botschaft in Bern explizit auch dem Kanton Aargau gedankt. Im persönlichen Gespräch mit Dieter Wicki, Leiter Task Force Coronavirus während der Phase der kantonalen Notlage, unterstrich Generalkonsul Alain Sterbik, dass der Aargau der erste Nicht-Grenzkanton zu Frankreich war, der Patienten aufgenommen hat. Der Generalkonsul sei zudem beeindruckt vom funktionierenden interkantonalen Bevölkerungsschutz-Netzwerk, so Wicki.

Der Präsident der Région Grand Est in Frankreich hat sich seinerseits bereits beim KSA bereits schriftlich für seine Hilfe bedankt.

Die Abwicklung der angefalle- nen Kosten erfolgt laut Michel Hassler, Sprecher des Gesundheitsdepar­te-ments, über die gemeinsame Einrichtung (GE) gestützt auf das Freizügigkeitsabkommen und europäisches Koordinationsrecht. Die Rechnungen des Leistungserbringers werden von der GE bezahlt. Sie fordert danach die Kosten über die internationale Leistungsaushilfe beim französischen Krankenversicherer zurück.

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