Nach Horror-Sturz
Francesco Nock: «Sie mussten mir die Schädeldecke öffnen»

Vor den Augen der Zirkusbesucher ist Akrobat Francesco Nock Anfang Juni zehn Meter in die Tiefe gestürzt. Knappe zwei Monate später erzählt er, wie er den Unfall erlebt hat. Und träumt schon wieder von der Manege.

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Die Narbe sticht ins Auge. Sie zieht sich quer über den halben Kopf. «Hier mussten sie mir die Schädeldecke öffnen, damit das Blut abfliessen konnte», sagt Francesco Nock.

Dann zeigt der Zirkusartist eine weitere Narbe unter dem Kragen seines hochgeschlossenen Pullovers. «Im Schlüsselbein hat es Metallplatten, damit der Bruch besser verheilt.» Links habe er vier Rippen gebrochen, rechts eine. «Und ein Lungenriss.»

«Von einer Sekunde auf die andere»

Es ist die Bilanz eines schockierenden Unfalls in der Manege des Aargauer «Circus Nock». Am 5. Juni stürzt der Zirkus-Spross vor den Augen der Zuschauer während seiner diesjährigen Tuchnummer rund zehn Meter in die Tiefe.

Mehrere Tage liegt der 21-Jährige auf der Intensivstation. Diagnose: Hirnerschütterung, diverse Knochenbrüche und ein Lungenriss.

Knapp zwei Monate nach dem Horror-Sturz hat ihn «Tele M1»-Reporterin Corina Borer im bündnerischen Samedan getroffen, wo der Aargauer Zirkus gerade gastiert (siehe Video oben). «Es ist alles wieder auf bestem Weg», sagt Francesco Nock.

An den Unfall kann er sich erinnern. «Von einer Sekunde auf die andere bin ich beim Wechseln aus den Tüchern gerutscht», erzählt er. «Ich bin selbst erschrocken, wie schnell das ging.»

«Das darf nicht mehr passieren»

Doch während die anderen auftreten, darf er nicht mehr, als sich erholen. «Sechs Wochen lang darf ich nichts machen», dann zeige ein Röntgenbild, wann er wieder mit dem Training beginnen darf.

Diesen Moment kann der Artist kaum erwarten. Angst hat er keine. Aber: «Jetzt weiss ich, dass ich beim nächsten Mal besser aufpassen muss. Das darf nicht mehr passieren.»

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