Prämienanstieg

Fragen an die Aargauer Regierung: Haben sich die Krankenkassen bereichert?

Zum Prämienanstieg muss die Aargauer Regierung einige Fragen beantworten.

Zum Prämienanstieg muss die Aargauer Regierung einige Fragen beantworten.

Bei stationären Behandlungen übernimmt der Kanton 55 Prozent der Kosten, die Krankenkassen 45 Prozent. Seit 2012 ist der Anteil der Krankenkassen von 53 auf 45 Prozent gesunken. Pro Jahr wurden die Krankenkassen so um 276 Millionen Franken entlastet. Seit Anfang Jahr übernehmen die Kassen auch die Kosten für Pflegematerial nicht mehr. Alleine den Aargauer Pflegeheimen entstehen dadurch Kosten von 4 Millionen Franken pro Jahr, die auf die Gemeinden abgewälzt werden.

Obwohl die Krankenkassen immer weniger zahlen, sind die Prämien seit 2012 massiv gestiegen und werden wohl weiter steigen. CVP-Grossrat Andre Rotzetter fragt sich, ob die Kostenverschiebungen bei der Prämienberechnung berücksichtigt wurden oder ob sich die Krankenkassen möglicherweise bereichert haben. Am vergangenen Dienstag hat er im Grossen Rat einen Vorstoss eingereicht. Er will von der Regierung wissen, um wie viel Prozent die Prämien im Aargau seit 2012 gestiegen sind und ob die Krankenkassen die Rückvergütungen gegenüber dem Prämienzahler vollzogen haben.

Weiter interessiert Rotzetter, wer die Kassen kontrolliere. Er fragt die Regierung, ob sich in den Kontrollberichten Hinweise finden, dass dem Kader «ergebnisabhängige Boni» bezahlt wurden oder sich Kassen auf Kosten der Prämienzahler ungerechterweise bereichert haben.

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