Forderung
Ausfall von 100 Millionen Franken: Spitäler pochen mit Videoaufruf auf Corona-Entschädigung

In einem Videoaufruf fordert der Verband der aargauischen Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen (Vaka) die Politik auf, die finanziellen Ausfälle in der Coronakrise auszugleichen. Pandemiebedingt sei der Ertrag um 46 Millionen Franken tiefer ausgefallen, gleichzeitig habe der Aufwand um 54 Millionen Franken zugenommen

Fabian Hägler
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Vaka

«Damit hinterlässt Corona ein Loch von 100 Millionen Franken und tiefe Spuren in den Jahresabschlüssen», teilt der Verband mit, der von «Mitte»-Grossrätin Edith Saner präsidiert wird. Der Spital- und Klinikverband begrüsst das Bekenntnis der Regierung, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Der Aufruf der CEOs und Direktoren von Hirslanden Klinik Aarau, Kantonsspital Aarau, Kantonsspital Baden, Asana Spital Leuggern, aarReha Schinznach und Psychiatrische Dienste Aargau richtet sich denn auch nicht an die Regierung, sondern ans Kantonsparlament.

Demnächst werde im Grossen Rat darüber abgestimmt, ob und mit wieviel Geld die Spitäler und Kliniken für die wirtschaftlichen Coronafolgen entschädigt werden, heisst es in der Mitteilung. Auf der Traktandenliste für die Sitzung vom kommenden Dienstag und bei den geplanten Geschäften für den 15. Juni findet sich das Geschäft nicht. Damit bliebe vor den Sommerferien noch die Grossratssitzung vom 22. Juni, um über die kantonale Entschädigung zu entscheiden. (fh)