Flughafen Zürich

Flughafen Zürich ist in Deutschland akzeptierter als behauptet

Nicht nur für die Nordschweizer Wirtschaft sondern auch für jene Südbadens ist der Flughafen Zürich wichtig, wie eine Umfrage zeigt.

Nicht nur für die Nordschweizer Wirtschaft sondern auch für jene Südbadens ist der Flughafen Zürich wichtig, wie eine Umfrage zeigt.

Deutsche und Schweizer Unternehmer fordern die Politik in ihren Ländern auf, dem Staatsvertrag die Steine aus dem Weg zu räumen und die Diskussion zu versachlichen. Der Flughafen Zürich sei in Südbaden akzeptierter als von der Politik behauptet.

Unternehmer aus dem Wirtschaftsraum Südbaden und Nordschweiz haben genug von den emotionalen Diskussionen rund um den Staatsvertrag zwischen Deutschland und der Schweiz. Sie fordern die beteiligten auf, die Gehässigkeiten um den Anflug auf den Flughafen Zürich wieder "auf sachliche Argumente zu stützen".

Zudem sollen schnellstmöglich alle offenen Fragen ausgeräumt werden, die der Umsetzung des Staatsvertrags im Wege stehen. Das teilte die Unternehmerinitiative Wirtschaftsraum Deutschland-Schweiz am Mittwoch mit.

Umfrage unterstreicht Akzeptanz in Deutschland

Der Flughafen sei nicht nur für die Schweiz und den Wirtschaftsraum Zürich von grösster Bedeutung, sondern auch für Südbaden. Eine von den Unternehmern in Auftrag gegebene Umfrage beim Institut für Markt- und Meinungsforschung Isopublic zeigt: 76 Prozent der befragten Deutschen erachten den Wirtschaftsraum Zürich und 65 Prozent den Flughafen Zürich selbst "für bedeutend für das Wohlergehen der gesamten Wirtschaftsregion". Befragt wurden 500 Personen aus dem deutschen Grenzgebiet von Konstanz bis Waldshut-Tiengen.

Jeder siebte Südbadener mass dem Flughafen sogar eine Bedeutung für seinen eigenen Arbeitsplatz bei. 50 Prozent der Befragten hätten sich für eine schnelle Lösung des Fluglärmstreits ausgesprochen.

Die Umfrage zeige, so Stefanie Luckert, Geschäftsführerin der Unternehmerinitiative, dass die Akzeptanz also weitaus höher "als viele Medienberichte und Aussagen politischer Meinungsträger von hüben und drüben" vermuten lassen.

Die Unternehmerinitiative fordert deshalb die Politik auf, diesen Erkenntnissen Rechnung zu trgen und die Diskussion wieder zurück auf eine sachliche Ebene zu heben. Nur auf der Grundfrage von Fakten könnten die noch offenen Fragen geklärt werden und so die Umsetzung des für die Region so wichtigen Staatsvertrags vorangetrieben werden.

Stossende Argumente

Stossend finden die Unternehmer das Argument, die Schweiz würde lediglich die Emissionen des einzig von ihr genutzten Flughafens nachh Baden-Württemberg exportieren. Diese Argumentation verkenne zum einen, dass der weitaus grösste Teil des Lärms in der Region um den Flughafen selbst und damit in der Schweiz anfalle.

Zum anderen, dass der Flughafen der gesamten Wirtschaftsregion nütze, also auch Süddeutschland. Sowohl die in der Norschweiz als auch die in Südbaden angesiedelten Unternehmen seien zum Absatz ihrer Produkte auf eine leistungsfähige Infrastruktur angewiesen. Zentrales Element dieser Infrastruktur sei neben "einem gut ausgebauten Strassennetz" ein Flughafen Zürich mit interkontinentaler Anbindung.

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