Gränichen
Flüchtlinge kochen für die Bevölkerung: "Ich weiss noch nicht, was ich esse"

In Gränichen kochen jeden Monat Flüchtlinge aus einem anderen Land für die Bevölkerung. Diesmal waren die Syrer dran. Wir haben einen Blick in die Küche geworfen - und probiert.

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Fast 90 Leute sind ins Kirchgemeindehaus in Gränichen gekommen, um sich von den syrischen Flüchtlingen bekochen zu lassen. Dass Flüchtlinge für die lokale Bevölkerung kochen, das geschieht regelmässig. Organisiert wird der Anlass einmal pro Monat vom Verein Integränichen zusammen mit der reformierten Kirche. Jedes Mal stehen die Flüchtlinge eines anderen Landes in der Küche.

Die Aktion ist nicht nur für die Integration hilfreich. Pfarrer Simon Pfeiffer: "Die Flüchtlinge wollen nicht nur immer etwas annehmen, sondern auch etwas zurückgeben. Das können sie auf diese Weise tun."

Der Syrer Jhon Shammas: "Die Schweizer sind sehr nett. Mit dem Essen versuchen wir etwas für sie zu machen und sie besser kennenzulernen."

Die Bevölkerung schätzt die Anlässe, sie sind jeweils gut besucht. Die einen loben das Essen, die anderen die Kontakte. "Man lernt Sachen, die man sonst nicht lernt", sagt ein Besucher. Ein anderer lacht: "Es ist sehr gut, aber ich weiss noch nicht was ich esse."

Rolf Arber, Gemeindeammann von Gränichen gratuliert den Organisatoren zur Aktion.