Halloween
Fliegende Eier und Sprayerein – aber Halloween hat auch eine schöne Seite

Einzelne Halloween-Fans konnten es auch dieses Jahr nicht lassen: In Fislisbach attackierten Eierwerfer einen Anwohner, als er ihnen die Tür öffnete. Trotzdem: Ein verrücktes Gruselkabinett in Wohlen zeigt auch die schönen Seite des Brauches.

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In Frick und Fislisbach wurden Häuser mit Eiern beschossen.

In Frick und Fislisbach wurden Häuser mit Eiern beschossen.

Screenshot Tele M1

In Oberwil-Lieli verschmierten Unbekannte ein parkiertes Auto mit roter Farbe, die sich nicht mehr abwischen lässt. «Halloween hin oder her, das kann ich einfach nicht nachvollziehen», sagte die Autobesitzerin Beatrice Brauchli gegenüber «Tele M1». Sie hat nun eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung eingereicht.

So auch in Frick: In einzelnen Quartieren wurden Bänke und Elektrokästen mit grüner Farbe besprayt. Damit nicht genug: In den betroffenen Regionen wurden diverse Häuser mit Eiern beworfen. «Wir haben extra noch Schokolade gekauft, daran hatten sie aber kein Interesse», sagt ein Anwohner, «sie wollten einfach nur Seich machen.»

Besonders dreist gingen einige Eierwerfer in Fislisbach vor. Als ein Anwohner die Tür öffnete, flogen ihm gleich zwei Eier entgegen und klatschten im Haus gegen die Wand – eine Sauerei, die nur schwerlich zu beseitigen ist. «Das ist einfach eine Schweinerei», sagt der betroffene Markus Peterhans, «man sollte dieses Halloween-Zügs einfach abschaffen oder verbieten».

Gruselkabinett in Wohlen

Die schöne Seite von Halloween bekam man in Wohlen zu sehen: Massimo Stefano verwandelte sein Haus und Garten in ein wahres Gruselkabinett. Totenköpfe und Skelette laufen hier dem Besucher entgegen, Glubschaugen starren in die Nacht hinaus. Immer wieder ist Gelächter von den gruseligen Figuren zu hören.

«Das ist wirklich ein Virus, etwas sehr Spezielles für mich», sagt der Italiener, der viele seiner Gegenstände ausserhalb von Europa kaufte.

«Ich möchte den Leuten zeigen, dass Halloween nicht negativ ist», so der 41-Jährige. Sechs Wochen arbeitete er rund um sein Haus, um in der Halloween-Nacht Angst und Schrecken zu verbreiten. Doch wer glaubt, dass Halloween für Stefano nach dem 31. Oktober vorbei ist, täuscht sich. «Ich beginne bereits, Dinge fürs Jahr 2014 zu planen», sagt er, «jedes Jahr gibt es ein bisschen mehr, es kommen schliesslich auch immer mehr Leute vorbei.»