Grippe-Epidemie
Fieberkurve ist im Aargau noch einmal deutlich angestiegen

Seit fünf Wochen geht sie um und fesselt ihre Opfer ans Bett. Gemeint ist nicht eine Figur aus «Fifty Shades of Grey», sondern die Grippe. Ein Ende der akuten Grippewelle mit epidemischen Zahlen ist vorerst nicht in Sicht.

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Wer Grippe hat, hütet normalerweise rund eine Woche das Bett. (Symbolbild)

Wer Grippe hat, hütet normalerweise rund eine Woche das Bett. (Symbolbild)

Halfpoint - Fotolia

Die Grippewelle ist noch nicht abgeflacht, im Gegenteil. Laut dem aktuellen Bulletin des Bundesamts für Gesundheit liegt die sogenannte Inzidenz, die hochgerechnete Zahl der grippebedingten Arztkonsultationen pro 100 000 Einwohner, schweizweit bei 440.

In der Nordwestschweiz mit den Kantonen Aargau, Solothurn und beiden Basel liegt die Inzidenz etwas unter dem schweizerischen Durchschnitt, mit einem Wert von 391 aber ebenfalls noch einmal markant höher als vor Wochenfrist (269).

Eine Inzidenz von 391, das bedeutet auf die Einwohnerzahl des Kantons Aargau umgerechnet, dass es hier in der letzten Woche um die 2500 neue Grippepatienten gegeben haben dürfte, seit Jahresbeginn um die 6600 Grippeerkrankungen.

Der nationale epidemische Schwellenwert (Inzidenz 70) ist in der ganzen Schweiz seit fünf Wochen überschritten. Am stärksten betroffen sind Kinder bis 4 Jahre, am tiefsten liegt die Inzidenz bei den über 65-Jährigen. Obwohl die Impfung diese Saison gegen einen von drei verbreiteten Virentypen weniger gut wirkt als in anderen Jahren, dürfte das auch auf eine recht hohe Impfquote bei der älteren Generation zurückzuführen sein.

So ergab zum Beispiel eine Umfrage bei verschiedenen Aargauer Alters- und Pflegeheimen, dass zum Teil deutlich über die Hälfte der Bewohner gegen Grippe geimpft sind, während die Impfrate beim Personal zum Teil deutlich unter 20 Prozent liegt. (az)

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