1. August
Feuerwerksverbot: Kantonspolizei lobt Aargauer Bevölkerung, aber mahnt gleichzeitig

Im Kanton blieb es am Nationalfeiertag für einmal ruhig. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung hielt sich an das Feuerwerk- und Feuerverbot, das wegen der anhaltenden Trockenheit nach wie vor gilt. Die Kantonspolizei zieht eine positive Bilanz, betont aber: Die Gefahr ist noch nicht vorbei.

Manuel Bühlmann
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Für einmal kaum Feuerwerk am 1. August.

Für einmal kaum Feuerwerk am 1. August.

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Nur vereinzelt stiegen am Nationalfeiertag Raketen in den Aargauer Nachthimmel. Die heissen und trockenen Tage haben die Böden und Wälder so stark ausgetrocknet, dass schon einzelne Funken zu Bränden führen könnten. Im ganzen Kanton durfte am 1. August deshalb kein Feuerwerk gezündet werden. Und die Aargauerinnen und Aargauer hielten sich an das Verbot - zumindest fast alle.

"Wir sind sehr zufrieden, die Bilanz fällt positiv aus", sagt Kapo-Mediensprecher Roland Pfister. Nennenswerte Vorfälle seien keine registriert worden. "Bei uns gingen gegen 20 Meldungen, weil Leute beim Feuerwerk zünden oder Feuer machen beobachtet worden sind." Meist sei es bei einer mündlichen Verwarnung durch die ausrückenden Patrouillen geblieben.

Pfister sind nur einzelne Fälle bekannt, bei denen die fehlbaren Zündler verzeigt worden sind. "Bei über 660 000 Einwohnern ist es nicht überraschend, dass einzelne Personen gegen ein Verbot verstossen. Das ist beim Autofahren nicht anders."

Kapo-Sprecher: "Gefahr ist weiterhin gross"

Im Vorfeld des Nationalfeiertags hatte die Aargauer Kantonspolizei angekündigt, keine zusätzlichen Kontrollen durchzuführen. Eine gezielte Jagd auf Feuersünder werde es nicht geben. Mit Augenmass werde man vorgehen. Diese Strategie sei aufgegangen, sagt Pfister. Der Appell an die Eigenverantwortung habe gewirkt.

Pfister, der selbst mit mehr Vorfällen gerechnet hatte, sagt: "Wir können der Bevölkerung ein grosses Lob aussprechen, dass sie sich an das Verbot gehalten hat." Geholfen habe vermutlich, dass die Bevölkerung frühzeitig von der angespannten Situation erfahren und insbesondere die Grossverteiler ihren Verkauf von Raketen und Zuckerstöcken gestoppt hätten.

Weil der dringend benötigte Regen auch in den kommenden Tagen nicht oder zumindest nicht in ausreichender Menge fallen wird, gilt das absolute Feuerverbot vorläufig weiter. Kapo-Sprecher Roland Pfister mahnt: "Die Waldbrandegefahr ist weiterhin gross. Wir hoffen, dass das Feuerverbot im Kanton Aargau auch in den nächsten Tagen respektiert wird."