Im Konflikt um den gekündigten Brittnauer Feuerwehrkommandanten Boris Tellenbach zeichnet sich eine Lösung ab. Tellenbach hatte sich mit dem Gemeinderat überworfen, dieser kündigte dem Kommandanten Ende November per Ende Dezember.

Im Dorf löste die Kündigung Unmut aus, zumal der Gemeinderat Anfang Januar in völlig neuer Zusammensetzung antritt; vier von fünf Gemeinderäten scheiden aus.   

Von den amtierenden Offizieren war keiner bereit, das Kommando per Anfang Januar zu übernehmen. Sie stellten sich hinter Tellenbach. Letzte Woche hätte sich der Gemeinderat mit den Offizieren zu einem Gespräch treffen sollen. Dieses scheiterte zunächst. 

Mit Hilfe eines externen, erfahrenen Feuerwehrmannes kam dieses Gespräch gestern dann doch noch zustande. Bei dem externen Vermittler handelt es sich um Peter Ruch, Major und Kommandant der Stadt- und Stützpunktfeuerwehr Zofingen.

Am Tisch mit Ruch sassen vier der fünf Gemeinderäte, die Feuerwehrkommission, alle Offiziere der Brittnauer Feuerwehr und Tellenbach selbst. Im Rahmen des Gesprächs einigten sich die Parteien auf einen gegenseitigen «Zusammenarbeits-Kodex», wie Frau Gemeindeammann Astrid Haller bestätigt. Das Papier wurde am Mittwochmorgen von allen Parteien unterzeichnet. 

Wichtigster Punkt dabei: Es wurde vereinbart, dass die Kündigung Tellenbachs um drei Monate aufgeschoben wird. Diese Frist kann nochmals um drei Monate verlängert werden. 

Damit ist die Kündigung nicht aufgehoben. Aber damit sei die Möglichkeit gegeben, dass sich der neue Rat in die Materie einarbeiten und sich einen Überblick verschaffen könne. «Danach kann er ohne Druck entscheiden, wie es weiter geht», so Astrid Haller.

Peter Ruch soll in den nächsten Wochen und Monaten den Lösungsprozess  begleiten und für beide Parteien als Vermittlungsmann dienen.