Am 10. Juni entscheiden die Walliser, ob sie Olympische Winterspiele «Sion 2026» wollen oder nicht. Sagen sie Ja, wird «Sion 2026» für den Bund zu einem grossen Thema. Er will sich dort finanziell engagieren.

Die Aargauer Regierung findet dies richtig. In einer Stellungnahme hält sie fest, der Aargau stehe umweltverträglichen und nachhaltigen Olympischen und Paralympischen Winterspielen in der Schweiz, die sich auf eine bestehende und soweit nötig modernisierte Infrastruktur abstützen, positiv gegenüber.

Die Überlegungen: «Sie stellen einerseits eine Chance dar, sowohl den Leistungs- wie auch den Breitensport in der Schweiz zu fördern und die Rahmenbedingungen für das Sporttreiben in der Schweiz weiter zu verbessern.»

Anderseits könne eine Aussenwirkung erzielt werden, «wobei die Sicherheit, Schönheit und Leistungsfähigkeit unseres Landes einem weltweiten Milliardenpublikum gezeigt wird».

Olympische Winterspiele in der Schweiz brächten dann etwas, wenn neben ihrer Wirkung im Sport auch Gesellschaft, Wirtschaft, Tourismus, Bildung und Umwelt einen Mehrwert generieren könnten, schreibt die Aargauer Regierung weiter.

Solche Spiele könnten auch dazu verhelfen, Wintersportarten in einem Flachland-Kanton vermehrt in den Fokus zu rücken und beispielsweise den Schneesport wieder populärer zu machen, erhofft man sich in Aarau.

Zwei Einschränkungen macht die Kantonsregierung aber doch. Zum ersten sei darauf zu achten, «dass zu keinem Zeitpunkt übrige Bundesbeiträge an die Kantone infrage gestellt werden und keine Lastenabwälzungen stattfinden». Zum zweiten habe man die Erwartung, dass der Bund die Sicherheit massgeblich mit eigenen Sicherheitskräften gewährleiste.

Die Polizeikräfte der Kantone dürften bei der Wahrnehmung ihrer eigenen Aufgaben und der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit in ihren eigenen Kantonen allerdings «nicht übermässig eingeschränkt werden».

Vor allem die Grundversorgung der Kantone müsse jederzeit gewährleistet sein Und sie verdeutlicht, diese polizeiliche Grundversorgung müsse auch bei einer Verschärfung der Sicherheitslage wie zum Beispiel Terrorgefahr gewährleistet sein.(mku)