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FC Wohlen gegen Chiasso - Mit Moral, Glück und Tahiraj zum 0:0

Ein kämpferischer FC Wohlen schafft gegen ein starkes Chiasso ein 0:0. Die starken Tessiner konnten trotz Torchancen die Aargauer nicht schlagen: «Wir wollten in Chiasso auf keinen Fall verlieren. Und das haben wir geschafft», sagte Trainer Sforza.

Ruedi Kuhn, Chiasso
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Unter Trainer Sforza hat sich der FC Wohlen stabilisiert.

Unter Trainer Sforza hat sich der FC Wohlen stabilisiert.

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Riccardo Bellotti nahm vor dem Spiel kein Blatt vor den Mund. «Gegen Wohlen erwarte ich eine Schlacht», sagte der Sportliche Leiter des FC Chiasso. Na ja, eine Schlacht war’s nicht: Aber gegen Ende der Partie wurde die Partie zu einem Nervenkrieg. Zumindest für Wohlens Trainer Ciriaco Sforza. Die Tessiner machten in der Schlussphase enormen Druck. Der Siegestreffer lag mehrmals in der Luft. Weil Tahiraj eine Klasseleistung zeigte, blieb es bei der Nullnummer.

Sekunden vor dem Abpfiff hatte Wohlens Torhüter allerdings Glück. Quaresima traf mit einem Schuss aus 16 Metern die Latte. Nach 92 Minuten war Schluss. Und der sichtlich erleichterte Sforza konnte ein positives Fazit ziehen. «Wir wollten in Chiasso auf keinen Fall verlieren. Und das haben wir geschafft», sagte der 44-Jährige. «Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich zufrieden. Da war Qualität mit im Spiel. Nach dem Wechsel liess die Konzentration nach. Wir hatten zu viele Ballverluste ohne Not.»

Wo Sforza Recht hat, da hat er Recht. Chiasso warf in der Schlussviertelstunde und nach der Einwechslung des von einer Grippe geschwächten Alberto Regazzoni alles nach vorne. Der FC Wohlen wankte, aber er fiel nicht. An Spannung fehlte es im Stadio Comunale vor 1000 Zuschauern nicht. Die beiden Mannschaften lieferten sich von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Paiva stand schon nach 140 Sekunden alleine vor Guatelli, verfehlte das Ziel mit einem Schuss aus kurzer Distanz aber knapp.

Wohlen war in der Startphase das bessere Team, baute den Gegner dann aber mit einer Vielzahl an Fehlpässen regelrecht auf. Nach einer Viertelstunde legte Chiasso jegliche Hemmungen ab. Die grösste Chance vergab Berisha nach 43 Minuten: Der frühere Aarauer drosch den Ball in bester Abschlussposition ins Niemandsland. Gefährlich wurde es auch nach Weitschüssen von Magnetti und Mihajlovic, die Tahiraj aber auf souveräne Art und Weise parieren konnte.

Schlechte Chancenverwertung von Chaisso rettet Wohlen

Die zweite Hälfte begann wie die erste: Diesmal stand nicht Paiva sondern Rapp alleine vor Guatelli, konnte aber nicht reüssieren. Nach einer Stunde drückte Chiasso aufs Gaspedal, scheiterte aber an der schlechten Chancenverwertung. Der FC Wohlen hat den Punktgewinn verdient, weil er gute Ansätze zeigte und nie aufgab. Sforza hat zweifellos frischen Wind ins Team gebracht.

Seine Bilanz kann sich im Vergleich mit der von David Sesa jedenfalls sehen lassen. Sforza hat in fünf Spielen zweimal gewonnen, Sesa brachte es in 20 Partien gerade mal auf einen Erfolg. Der Abstiegskampf geht für die Freiämter weiter. Das nächste Gipfeltreffen findet am Mittwoch, 9. April, in Locarno statt. Wenn das Wetter mitspielt.

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