Unwetter

Fast wie bei «Lothar»: 85 Millionen Franken Schaden in Zofingen – noch immer werden Schäden gemeldet

Drei Wochen nach dem verheerenden Unwetter treffen noch immer rund 30 Meldungen pro Tag bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) ein. Die Schadensumme beträgt 85 Millionen Franken.

Beim Unwetter in der Region Zofingen vom 8. Juli 2017 handelte es sich um ein Ereignis, das statistisch gesehen weniger als einmal in hundert Jahren vorkommt. Nach wie vor treffen Schadenmeldungen bei der AGV ein, schreibt die Versicherung in einer Mitteilung.

"Die ersten Einschätzungen haben sich bestätigt. Es sind ungewöhnlich viele Schäden, mit einer überdurchschnittlich hohen Schadensumme." Aufgrund der bis heute bekannten Sachlage schätzt die AGV die Schäden auf 85 Mio. Franken. 

Die Beseitigung der gemeldeten Schäden schreite jedoch gut voran. Mit Hilfe von anderen kantonalen Gebäudeversicherungen habe die AGV fast 50 Prozent aller Beschädigungen beseitigt. 

In erster Priorität begutachte die Versicherung Defekte, die die Nutzung von Wohn- und Arbeitsräumen verunmöglichen oder schwer beeinträchtigen. "In der Regel handelt es sich dabei um Überschwemmungsschäden. Die Aufnahme dieser Schäden sollte bis Ende August 2017 abgeschlossen sein. Schäden zweiter Priorität, wie beispielsweise Hagelschäden, werden bis Ende September besichtigt." 

Laut der AGV ist das diesjährige Unwetter vergleichbar mit dem Grossschadenjahr 1999, in dem Überschwemmungen im Frühsommer und vor allem der Wintersturm Lothar für grosse Schadensummen sorgten.

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Fast pausenlos untersuchten die 18 Schätzungsexperten der Aargauischen Gebäudeversicherung die Tausenden Schadensmeldungen, die zum Unwetter vom 8. Juli eingingen.

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