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«Fast Indiana-Jones mässig»: Museum Aargau startet mit neuen Kuriositäten und Expeditionen in die Saison

Mit einem ersten Blick in Hans von Hallwyls Wunderkammer wurde die Saison 2018 vom Museum Aargau eröffnet. An allen neun Standorten können die Besucher und Besucherinnen dieses Jahr an Expeditionstouren teilnehmen und sich auf neue Objekte freuen.

Mit dem Flugzeug Schlösser aus der Luft erleben, Archäologie-Crashkurse belegen, historische Figuren dank Smartphone zum Leben erwecken, Schätze suchen und Kuriositäten entdecken.

Möglich macht es Museum Aargau, die am Mittwoch auf Schloss Hallwyl die neue Saison eröffneten. Direktor Marco Castellaneta startete die Expedition mit den Worten: «Sammeln macht glücklich – das ist wissenschaftlich bewiesen.»

Demnach sei der Aargau ein sehr glücklicher Kanton, denn Besucherinnen und Besucher können an neun Standorten auf insgesamt 19 Touren 888 neue Objekte entdecken. Im Sammlungszentrum in Egliswil seien es gar 55’000 Objekte, die darauf warten, bestaunt zu werden.

Darunter viele Gegenstände, die etwas zur industriegeschichtlichen Vergangenheit des Aargaus erzählen. Rudolf Velhagen ist Leiter des Sammlungszentrums. Er sei dem Sammeln verfallen, sagte er auf Schloss Hallwyl. «Wie eine Sucht, fast Indiana-Jones mässig», beschrieb er seine Leidenschaft und bekam aus dem Publikum einige zustimmende Reaktionen.

Bei der Saisoneröffnung fand auch die Vernissage der «Wunderkammer» des damaligen Schlossherrn und Regierungsrats Hans von Hallwyl statt. In der Kammer lagern 150 skurrile und exotische Objekte, die in Verbindung mit von Hallwyl stehen.

Thomas Pauli, Leiter Abteilung Kultur des Departements Bildung, Kultur und Sport, gab dem Publikum einen Vorgeschmack: «Die Geschichte von Hans von Hallwyl ist saftig. Er reihte Skandal an Skandal. Gegen ihn sind die heutigen Regierungsräte nichts.»

Gebaut und geübt

Im Januar diesen Jahres stellte Museum Aargau das geplante Saisonprogramm das erste Mal auf Schloss Wildegg vor. In den vergangenen Monaten hat sich bis zur Eröffnung aber noch viel getan: «Damals haben wir das Thema nur vage gesetzt und vieles musste erst noch realisiert werden», so Direktor Castellaneta.

Man habe gebaut, geübt, Ideen gestrichen oder verdichtet. Castellaneta sei erleichtert, dass die Saison nun begonnen hat. «Ich freue mich und hoffe, dass alles funktioniert.»

Das Konzept hinter den Touren: «Wir wollen es schaffen, dass die Besucher andere Blickwinkel ausprobieren und somit eine neue Art zu Erleben entdecken.»

Museum Aargau lädt 2018 zu grossen Expeditionen:

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