Bezirksgericht Brugg

Familiendrama: Türke muss für 13 Jahre ins Gefängnis – es war aber keine Scheinehe

Der Beschuldigte führte eine Scheinehe.

Der Beschuldigte führte eine Scheinehe.

Der Beschuldigte muss für 13 Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Er tötete nach vier Jahren Ehe seine Frau, als diese sich von ihm trennen wollte.

Der Beschuldigte wurde wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Haftstrafe von 13 Jahren und zwei Monaten verurteilt. Freigesprochen wird er von der Anklage des Mordes, weil, so das Gericht in seiner Begründung, die Tat nicht geplant war. So fehlte eine eigentliche Tatwaffe und das wirre Verhalten nach der Tat liess weiter darauf schliessen, dass die Tötung nicht geplant sein konnte. So hat der Beschuldigte sich nicht einmal die blutigen Hände gewaschen.

Frei gesprochen wurde der Beschuldigte auch vom Vorwurf der Täuschung der Behörden. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass es sich bei der Eheschliessung mit dem späteren Opfer tatsächlich um eine Scheinehe gehandelt habe.

Die Staatsanwalt forderte eine Verwahrung des Beschuldigten. Der Verteidiger wollte einen Freispruch für seinen Mandaten erwirken. 

Wegen geplanter Trennung Frau ermordet: Türke vor Gericht

Der erste Prozesstag (7. März 2017)

2013 ermordete der Täter seine Frau, weil sie ihn verlassen wollte. Die beiden hatten eine Scheinehe geführt. Nun stand der Mann vor Gericht.

Autor

Jörg Meier

Jörg Meier

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