3200 Restaurants, Bars, Kebabstände, Läden und Metzgereien im Aargau erhielten letztes Jahr Besuch von Lebensmittelinspektoren. 0,7 Prozent – rund 22 Betriebe – schnitten dabei ungenügend ab. Dies geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Amts für Verbraucherschutz hervor. Alda Breitenmosers Fazit für 2015 fällt durchzogen aus: «Wir haben Verbesserungen, aber auch Verschlechterungen festgestellt. Sie halten sich ungefähr die Waage», sagt die Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz.

Erfreulich ist: «Die Ergebnisse der Inspektionen und Untersuchungen des Berichtsjahres spiegeln wider, dass die regelmässigen und gezielten Kontrollen wirkungsvoll sind.» Betriebe, die schlecht abschneiden, werden häufiger kontrolliert. «Unser Ziel: Sie sollen sich verbessern. Dieser Trend zeigt sich bei den seit 2013 durchgeführten Betriebshygienekontrollen deutlich», sagt Breitenmoser.

Fremdfleisch im Rindshack

Fremdfleisch im Rindshack

Nicht immer landet das Fleisch in der richtigen Verpackung. Dies stimmt vor allem Muslime sauer.

Bedenklich hingegen sind die Ergebnisse bei den untersuchten Eiswürfeln: Bei 35 Prozent lagen die Keimzahlen über den gesetzlichen Höchstwerten. Das ist ein Zeichen von mangelnder Hygiene. Die Zahl ist deutlich höher als in den Vorjahren, obwohl das Resultat schon damals «inakzeptabel» war. Um ihre Gesundheit müssten sich Konsumenten aber nicht sorgen, sagt Alda Breitenmoser: «Das ist zwar eklig, aber krank wird man davon nicht.» In anderen Bereichen hat sich die Lage 2015 hingegen verbessert.

Grafik:cze