Warnung
Falsche Statistiker fordern am Telefon persönliche Informationen

Aargauer Haushalte haben in den letzten Tagen, wie schon letzten Dezember, dubiose Telefonanrufe erhalten. Dabei gaben sich die Anrufer als Mitarbeitende des kantonalen Statistikamtes aus und bedrängten sie, persönliche Informationen herauszugeben.

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Unbekannte riefen Aargauer Haushalte an, um Informationen zu Krankenkasse und anderem zu erhalten. (Symbolbild)

Unbekannte riefen Aargauer Haushalte an, um Informationen zu Krankenkasse und anderem zu erhalten. (Symbolbild)

Keystone

Unbekannte haben in den letzten Tagen mehrere Aargauer Haushalte angerufen, um Informationen zu Krankenkasse, Haushaltszusammensetzung und andere Details zu erfragen. Die Anrufer gaben sich als Mitarbeitende von Statistik Aargau aus und «bedrängten die angerufenen Personen, sie seien zur Auskunft verpflichtet, da sie nicht auf einen Brief geantwortet hätten, der ihnen vor einiger Zeit zugeschickt worden sei», wie das zuständige Aargauer Departement Finanzen und Ressourcen am Mittwoch mitteilt. Entsprechende Hinweise haben die Aargauer Behörden in den letzten Tagen erhalten.

In der Mitteilung distanziert sich das kantonale Statistikamt von diesen Umfragen. Die Unbekannten seien weder Mitarbeitende von Statistik Aargau noch seien sie dazu beauftragt worden. Derzeit werde auch gar keine Umfrage durchgeführt.

Das kantonale Statistikamt empfiehlt Personen deshalb, nicht auf die Fragen einzugehen und keine persönlichen Daten preiszugeben.

Bereits Anfang Dezember 2014 hatten die Aargauer Behörden vor dubiosen Telefonumfragen gewarnt.

Bundesamt informiert jeweils im Voraus

Im Auftrag des Bundes können Meinungsforschungsinstitute telefonische Erhebungen durchführen, wie der Kanton festhält. In diesen Fällen werden jene Personen, die zur Stichprobengruppe gewählt wurden, mit einem offiziellen Brief des Bundesamtes für Statistik (BFS) mit Sitz in Neuenburg vorgängig informiert.

Das BFS orientiert im Brief über den Zweck der Erhebung und die Dauer des Telefongesprächs. Bei diesen Briefen des BFS ist jeweils ein Erkennungscode aufgedruckt, den die befragte Person vom Telefoninterviewer zur Bestätigung erfragen kann. (pz)