Ein Unternehmen sah sich gezwungen, das Arbeitsverhältnis mit einem Mitarbeiter aufzulösen. Es kündigte dem Mann am Freitag, 18. März 2016 kurz vor Feierabend die Stelle und stellte ihn per sofort von der Arbeit frei. Mit Schreiben vom Montag 21. März 2016 sprach das Unternehmen zudem die fristlose Kündigung aus.

Der Entlassene forderte in der Folge von der Swica-Krankenversicherung, wo der frühere Arbeitgeber eine kollektive Taggeldversicherung für die Mitarbeiter abgeschlossen hatte, die Auszahlung von Taggelder. Die Swica verneinte jedoch ihre Leistungspflicht mit der Begründung, die Arbeitsunfähigkeit sei erst nach der Entlassung des Versicherten entstanden.

Klage in fünfstelliger Höhe

Vor ziemlich genau einem Jahr klagte der Entlassene beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau und forderte von der Swica Taggelder in der Höhe von über 20'000 Franken. Das Versicherungsgericht wies die Klage mit der Begründung ab, der Entlassene habe nicht beweisen können, dass vor der Kündigung eine Arbeitsunfähigkeit eingetreten war.

Denn ein von einem Arzt verfasstes Arbeitsunfähigkeitszeugnis war nicht über alle Zweifel erhaben. Vorab war die attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht hinreichend durch eine Diagnose erklärt.

Weder willkürlich noch unhaltbar

Vor allem aber, so das Versicherungsgericht, wurde der Entlassene im Arztzeugnis rückwirkend per Donnerstag, 17. März 2016 für arbeitsunfähig erklärt, obwohl er an diesem und am folgenden Tag noch gearbeitet hatte. Eine Arbeitsunfähigkeit sei deshalb nicht erstellt.

Diese Beweiswürdigung ist für das Bundesgericht nachvollziehbar und entgegen der Auffassung des Versicherten nicht willkürlich oder unhaltbar. „Lausanne“ hat deshalb die Beschwerde des Mannes abgewiesen und die Verweigerung der Taggelder bestätigt. Der Versicherte muss die Gerichtskosten von 5000 Franken bezahlen.