Exklusive Wahlumfrage

Falls kein absolutes Mehr erreicht wird: Ist Gallati im 2. Wahlgang zu schlagen?

Nach ersten Erkenntnissen ginge Jean-Pierre Gallati mit einem komfortablen Vorsprung in die zweite Runde.

Nach ersten Erkenntnissen ginge Jean-Pierre Gallati mit einem komfortablen Vorsprung in die zweite Runde.

Für Feri muss viel stimmen, damit sie im zweiten Wahlgang gewinnt, Glarner wiederum hat nur den Hauch einer Chance, wenn sie im ersten Wahlgang deutlich besser abschneidet als in der aktuellen Umfrage.

Gemäss der Sotomo-Umfrage erreicht keiner der fünf Kandidierenden für den vakanten Regierungsratssitz im ersten Wahlgang das absolute Mehr, weshalb ein zweiter Wahlgang wahrscheinlich ist. Dieser würde am 24. November stattfinden.

Jean-Pierre Gallati ginge mit einem komfortablen Vorsprung in die zweite Runde. Er hat gemäss Umfrage, Stand jetzt, 38 Prozent der Stimmberechtigten hinter sich und 17 Prozentpunkte Vorsprung auf die erste Verfolgerin Yvonne Feri.

Treten alle fünf Kandidatinnen und Kandidaten auch im zweiten Wahlgang an, gewinnt Gallati höchstwahrscheinlich, weil er mit der SVP die klar stärkste Wählerbasis hat und sich die anderen Stimmen aufsplittern. Yvonne Feri hat nur eine Chance gegen Gallati, falls der Grüne Severin Lüscher und Doris Aebi (GLP) verzichten und deren Stimmen alle an die SP-Frau gingen.

Zudem müsste Feri die Wählenden der Mitte-Parteien CVP, BDP und EVP, die keine eigenen Kandidaturen stellen, von sich überzeugen. Feri muss auch hoffen, dass Jeanine Glarner nochmals antritt. Denn deren Stimmen wandern eher zu Gallati als zu Feri. Will es Glarner trotz grossem Rückstand auf Gallati nochmals wissen, wird sich Feri die Mitte-Stimmen mit der FDP-Kandidatin teilen müssen.

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Nur Yvonne Feri äussert sich zur Situation

Keine Kandidatin und kein Kandidat möchte sich derzeit dazu äussern, ob er oder sie für einen zweiten Wahlgang zur Verfügung stehen würde – das sei Gegenstand der Diskussionen nach dem ersten Wahlgang, sagen alle fünf. Etwas konkreter äussert sich einzig Yvonne Feri. Sie hat Erfahrung mit der Situation.

Bei den Regierungsratswahlen 2016 lag sie nach dem ersten Wahlgang nur knapp hinter der späteren Siegerin Franziska Roth. Im zweiten Wahlgang trat neben Feri und Roth auch Maya Bally (BDP) noch einmal an. Die FDP unterstützte Roth, die CVP beschloss Stimmfreigabe und Feri machte schliesslich deutlich weniger Stimmen als die damalige SVP-Frau. «Ich möchte einfach verhindern, dass so etwas wieder passiert», sagt sie jetzt.

Sie setze darauf, dass diesmal die Parteispitzen der Mitte- und Linksparteien nach dem ersten Wahlgang koordiniert vorgehen. Ob es dann darum gehen soll, sie zu unterstützen, darüber mag aber auch Feri derzeit nicht spekulieren, das hänge vom Resultat aus dem ersten Wahlgang ab.

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