Santoro
Fall Santoro: Alle ersteigerten Luxusautos wurden bezahlt

Zwei Wochen nach der Versteigerung der Luxuskarossen aus dem Fall Santoro wird bekannt, wie viel Geld der Verkauf der Staatsanwaltschaft eingebracht hat: 1,7 Millionen Franken. Die Autos sind von den neuen Besitzern mittlerweile alle bezahlt.

Silvan Hartmann
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Konzentration aller Mitbietenden war bei regem Interesse gefragt Liquidator Jakob Aeschlimann hatte alle Hände voll zu tun
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Versteigerung der Luxuskarossen: Ein Männer-Treffen
Hier versteigert Liquidator Jakob Aeschlimann im Auftrag der Aargauer Staatsanwaltschaft ein Porsche Cayenne
Die Auktion stiess auf reges Interesse
Doch nicht alle fanden ihr Wunschauto: Autohändler kritisierten die hohen Startpreise

Konzentration aller Mitbietenden war bei regem Interesse gefragt Liquidator Jakob Aeschlimann hatte alle Hände voll zu tun

Katrin Haunreiter

Porsche, Audi, Bentley oder Mercedes: Exakt 40 Luxuskarossen gelangten vor zwei Wochen aus dem Fall Santoro an einer öffentlichen Versteigerung an neue Besitzer.

Jetzt wird bekannt: Der Verkauf der Luxuskarossen hat der Aargauer Staatsanwaltschaft 1,7 Millionen Franken eingebracht. Das bestätigt Philipp Umbricht, Leiter der Oberstaatsanwaltschaft, gegenüber der az.

Bei der Versteigerung auf dem Areal des Transportunternehmens Galliker in Altishofen (LU) wurden 38 der 40 Fahrzeuge verkauft. Die teuren Autos hatte die Staatsanwaltschaft vor einem Jahr im Fall Santoro in Dintikon beschlagnahmt.

40 beschlagnahmte Autos kommen unter dem Hammer: Sie konnten nun erstmals von der Öffentlichkeit begutachtet werden
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Am Donnerstagabend konnten die Luxuskarossen aus dem Fall Santoro erstmals öffentlich bestaunt werden
Die beschlagnahmten Fahrzeuge waren ein Jahr lang in einer Halle in der Region Zofingen parkiert Die rund 40 Luxus-Karrossen sind seit der Räumungsaktion vom 17. Mai 2011 bei der Galliker Transport AG in Altishofen (LU) eingelagert.
Autokönig Santoro, hier mit einem Wagen, der für die Verhältnisse seiner SAR Premium Cars AG wohl noch eher unter Billigmodell lief.

40 beschlagnahmte Autos kommen unter dem Hammer: Sie konnten nun erstmals von der Öffentlichkeit begutachtet werden

André Albrecht

Zwei Luxusautos fanden vor zwei Wochen keinen neuen Abnehmer, darunter ein Bentley Coupé für 179 000 Franken - der teuerste Luxusschlitten der Versteigerung im Fall Santoro. Der Bentley wurde nun in der Zwischenzeit aber anderweitig an einen Autoliebhaber verkauft, wie Liquidator Jakob Aeschlimann bestätigt. Damit ist nur noch eine Luxuskarosse aus dem Fall Santoro ausgeschrieben: Ein Porsche Cayenne (4,8 Turbo S) für 69 000 Franken (Kilometerstand: 42 005).

Wer sich an der Versteigerung ein Auto ergattern wollte, musste als Meistbietender umgehend 20 Prozent des Startpreises bar bezahlen. Danach hatte der Käufer weitere zehn Tage Zeit, den restlichen Betrag zu überweisen.

Alle ersteigerten Autos wurden in der Folge vertragsgerecht bezahlt, wie Aeschlimann weiter sagt. «Das ging reibungslos über die Bühne. Bereits am Dienstag nach der Versteigerung hatte mehr als die Hälfte ihr Auto bezahlt.» Das war im Sinne aller Käufer: Denn hätte einer die Frist nicht eingehalten, wäre das ersteigerte Auto sowie die 20-prozentige Anzahlung komplett verloren gewesen.

Der Erlös aus der Versteigerung wird nun laut Staatsanwaltschaft so lange auf einem Sperrkonto aufbewahrt, bis die Besitzverhältnisse geregelt sind. So ist nach wie vor unklar, wem die Autos vor der Versteigerung gehörten. Elisabeth Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft: «Zwei Parteien machen zum jetzigen Zeitpunkt Eigentum geltend.»

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