Berufsverbot
Fall Padrutt: Anwaltskommission stellt Aufsichtsverfahren ein

Die Anwaltskommission des Kantons Aargau hat das Aufsichtsverfahren gegen Roland Padrutt eingestellt. Der wegen Vermögensdelikten strafverfolgte Lenzburger Rechtsanwalt liess sich aus dem Anwaltsregister löschen.

Thomas Röthlin
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Villa Malaga, an der Schützenmattstrasse 7 in Lenzburg. Hier befindet sich das Büro des umstrittenen Anwalts Padrutt.

Villa Malaga, an der Schützenmattstrasse 7 in Lenzburg. Hier befindet sich das Büro des umstrittenen Anwalts Padrutt.

Chris Iseli

Roland Padrutt, wegen angeblicher Vermögensdelikte seit über einem Jahr im Visier der kantonalen Staatsanwaltschaft, darf seit Dienstag keine Angeklagten mehr verteidigen. Sein Berufsverbot hat sich Padrutt gleich selbst auferlegt: Er liess sich aus dem aargauischen Anwaltsregister löschen. Dies bestätigte die kantonale Anwaltskommission am Mittwoch auf Anfrage der az Aargauer Zeitung.

Padrutt will Berufsverbot verhindern

Damit kommt Padrutt einem möglichen vorsorglichen Berufsausübungsverbot zuvor, das die Aufsichtsbehörde in Anbetracht der Strafuntersuchung prüfte. Nach der Streichung aus dem Register hat die Kommission keine Aufsichtskompetenz mehr.

Ein Berufsverbot, ob freiwillig oder nicht, betrifft nur die Funktion als Parteienvertreter vor Gericht. Alle anderen anwaltlichen Tätigkeiten bleiben erlaubt. So darf Padrutt weiterhin als Rechtsberater, Vermögensverwalter und Willensvollstrecker geschäften.