Der heute 22-jährige Kris V. aus Mägenwil, der 2009 die damals 17-jährige Boi getötet hatte, wird weiterhin fürsorgerisch untergebracht.

Das Verwaltungsgericht kam in seinem Urteil zum Schluss, dass die Voraussetzungen für die fürsorgerische Unterbringung (FU) nach wie vor erfüllt sind.

Es stützte sich dabei massgeblich auf ein aktuelles Gutachten der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel. Demnach leidet der Mann an einer schweren psychischen Störung, die mittels intensiver, langfristiger Psychotherapie zu behandeln ist.

Erst wenn der Mann im Therapieverlauf schrittweise auf ein Leben in der Freiheit vorbereitet und damit auch die Rückfallgefahr verkleinert werden kann, muss die Behandlung nicht mehr in einer psychiatrischen Klinik erfolgen.

Wegen Mörder Steuern erhöht

Wegen Mörder Steuern erhöht

Der Mägenwiler Kris V. ermordete vor sechs Jahren eine junge Frau und kostet nun die Gemeinde jährlich soviel, dass die Gemeinde ihre Steuern erhöhen muss.

Der heute 22-jährige Kris V. hatte 2009 als Minderjähriger in Sessa TI die 17-jährige Boi mit einem Holzscheit erschlagen. Das Jugendgericht Baden verurteilte ihn 2013 zur Höchststrafe im Jugendrecht. Er wurde zu einem Freiheitsentzug von vier Jahren und zu einer geschlossenen Unterbringung verurteilt.

Weil die jugendstrafrechtlichen Massnahmen nur bis zum Erreichen des 22. Altersjahres befristet sind, wurde der Mann im Frühling dieses Jahres auf Antrag der Jugendanwaltschaft fürsorgerisch untergebracht. Dagegen wehrte er sich mit einer Beschwerde ans Verwaltungsgericht.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig. (sha)