Coronavirus-Krise
Fahrzeug-Prüfungen, Fahrausweise, Schalter: So reagiert das Strassenverkehrsamt auf den Lockdown

Das Strassenverkehrsamt reduziert sein Leistungsangebot – wegen des Corona-Virus'.

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Ein Verkehrsexperte prüft die Unterseite eines Fahrzeugs. (Symbolbild)

Ein Verkehrsexperte prüft die Unterseite eines Fahrzeugs. (Symbolbild)

Keystone

Das Aargauer Strassenverkehrsamt reduziert sein Angebot auf ein Grundangebot zu beschränken. Das hat es in Absprache mit dem Departement Volkswirtschaft und Inneres entschieden, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Ab Mittwoch, 18. März, werden keine periodischen Fahrzeugprüfungen mehr durchgeführt. "Einladungen sind ab sofort hinfällig", teilt der Kanton mit. Sobald die Lage es zulasse, werde das Strassenverkehrsamt die Kundschaft neu einladen.

Freiwillige, zwingend notwendige Fahrzeugprüfungen sind aber nach wie vor in Schafisheim möglich. Die Kundschaft ist diesbezüglich angehalten, mit dem Strassenverkehrsamt Kontakt aufzunehmen. Gleiches gilt für schwere Fahrzeuge im internationalen Warenverkehr sowie Gefahrenguttransporte.

Führer- und Theorieprüfungen sowie Kontrollfahrten fallen ab dem 18. März aus. Kunden mit einem Termin erhalten vom Strassenverkehrsamt eine Anmeldekarte mit den nötigen Zugangsdaten. Damit können sie einen neuen Termin vereinbaren.

Schalter werden geschlossen

Geschlossen werden auch die Schalter im Bereich Fahrzeug- und Führerzulassungen. Einlösungen per Post sind nach wie vor möglich.

Der momentane Lockdown des Strassenverkehrsamts hat auch Auswirkungen im Bereich der Führerausweise. Lernfahrausweise, die bis Ende Juni ablaufen, werden auf Gesuch um sechs Monate verlängert. "Damit kommen wir all denen entgegen, die die Prüfungen nicht absolvieren können", erklärt Johannes Michael Baer, Leiter des Strassenverkehrsamts, gemäss Mitteilung.

Personen mit Führerausweisen auf Probe, welche die obligatorischen Weiterbildungskurse nicht absolvieren können, werden die Ausweise auf Gesuch ebenfalls um sechs Monate verlängert.

Ausgesetzt werden zudem sämtliche verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchungen. "Wir wollen Risikogruppen nicht unnötigen Gefahren aussetzen und das bis anhin schon belastete Gesundheitsweisen nicht zusätzlich beanspruchen", sagt Baer dazu. Für Personen, die bereits ein Aufgebot erhalten haben, wird die Frist bis zum 1. September 2020 verlängert.

"Fürs Gewerbe einschneidend"

"Uns ist bewusst, dass diese Massnahmen insbesondere für das Gewerbe einschneidend sind. Es ist uns aber ein Anliegen, dass es nicht zum vollkommenen Stillstand kommt", sagt Johannes Michael Baer. "Wir werden daher ein Minimalangebot sicherstellen."

Die Massnahmen stehen im Einklang mit Strassenverkehrsämter anderer Kantone. Zudem sind die Mitarbeitenden des Strassenverkehrsamts wie gewohnt zwischen 07.30 bis 16.00 Uhr per E-Mail und Telefon erreichbar.