FABI im Mittelland
Fabi: 6 Politiker aus 6 Parteien machen sich stark für 6-Milliarden-Projekt

Ein prominentes Komitee aus Aargauer Pollitikern stützt die Bahnvorlage FABI vom 9. Februar. Den Politikern liegt die 6-Milliarden-Projekt am Herzen. Dieses dürfe nicht an der Finanzierung scheitern.

Merken
Drucken
Teilen
Bund will den Pendlerabzug für den Ausbau der Bahnen beschränken - auf 3000 Franken

Bund will den Pendlerabzug für den Ausbau der Bahnen beschränken - auf 3000 Franken

Rolf Jenni

Am Dienstag diskutiert der Aargauer Grosse Rat über die Standesinitiative der SVP zum «Verzicht auf Abzockerei der Aargauer Pendler». Die Initianten wollen den vollen Steuerabzug belassen. Doch das ist stark umstritten.

Für eine Begrenzung des Abzuges auf höchstens 3000 Franken sind die Mitglieder des Komitees Ja zu Fabi, von der SP über die CVP bis zur FDP.

«Alle bezahlen und alle haben einen Nutzen», sagt Ständerätin Christine Egerszegi (FDP). «Der Abzug gilt nur für die Bundessteuer, 80 Prozent der Steuerpflichtigen sind nicht betroffen», relativiert Nationalrätin Ruth Humbel (CVP) die Folgen.

Worum geht es bei FABI? Fakten und Antworten zu brisanten Fragen

Worum geht es eigentlich bei FABI - die Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur? Fakten dazu lesen Sie hier.

Diese vier Nationalräte sagen Ja zum Kompromiss: «Unsere Partei wollte den Abzug ganz streichen», erklärt GLP-Mann Beat Flach.

«Persönlich bin ich gegen eine Begrenzung», meint SP-Vertreter Max Chopard. «Die Limite bis zum General-Abo der 2. Klasse reicht», findet Bernhard Guhl von der BDP.

Das denkt auch Geri Müller von den Grünen, «denn Verkehrspolitik ist immer auch Steuerpolitik».

Geld für Bahnausbau bis 2030

Die Finanzierung und der Ausbau der Bahninfrastruktur - kurz Fabi - liegt dem breit abgestützten Komitee sehr am Herzen.

Die Stimmenden im Land und im Aargau können am 9. Februar entscheiden, ob sie dafür 6,4 Milliarden Franken ausgeben wollen. Darum machten 6 Vertreterinnen und Vertreter aus 6 Parteien des Bundesparlaments am 6. Januar in Aarau starke Werbung für Fabi.

Alle beteuern, der Kompromiss diene dem ganzen Land, an die Kosten müssten alle ihren Obolus leisten.

Grosser Nutzen für den Aargau

Ohne Ausbau des nationalen Netzes komme der Aargauer Regionalverkehr unter die Räder, befürchtet Egerszegi. «Fabi ist für den Aargau unerlässlich», lautet ihr Fazit. Dazu stehen alle Referentinnen und Referenten und liefern zur Begründung sämtliche Aspekte.

«Die Finanzierung ist ehrlich und fair», erklärte Jürg Caflisch, Präsident des VCS Aargau, schon zur Begrüssung der Medien in Aarau.