Seniorenlisten sind im Aargau im Hinblick auf die Wahlen im Herbst im Trend: Zuerst kam das «Team 65+» um SVP-Nationalrat Maximilian Reimann, dann die SP Aargau 60+, nun folgt die EVP. An ihrer Generalversammlung entschied die Kleinpartei, neben der Hauptliste mit 14 Kandidaten auch eine Seniorenliste aufzustellen. Der bekannteste Name darauf ist jener von Heiner Studer – er hat das geschafft, was seine Tochter im Herbst erreichen soll: Die Wahl in den Nationalrat. Heiner Studer sass für die EVP von 1999 bis 2007 im Bundesparlament, Lilian Studer soll im Oktober einen Sitz für die Partei holen. Die EVP strebe dieses Ziel an, «um so die Mitte zu stärken und Brücken zwischen den linken und rechten Polen zu bauen», heisst es in einer Mitteilung.

Grossrätin Lilian Studer ist Spitzenkandidatin ihrer Partei, auf dem zweiten Listenplatz folgt Ständeratskandidat Roland Frauchiger, dann die weiteren Grossratsmitglieder Urs Plüss, Therese Dietiker, Uriel Seibert und Christian Minder. Voll ist die EVP-Liste nicht, zwei der insgesamt 16 Plätze sind leer. Auf den Positionen 7 bis 14 stehen Joel Blunier (Buchs), Fredy Bärtschi (Hausen), Lucien Baumgaertner (Strengelbach), Lutz Fischer-Lamprecht (Wettingen), Jonas Weber (Gontenschwil), Claudia Schürch-Meder (Zofingen), Helen Suter (Wettingen) und Ueli Frey (Buchs). Neben den Senioren will auch die Junge EVP mit einer Liste antreten, die Nomination dafür steht noch aus.

An ihrer Parteiversammlung in Lenzburg hat die EVP Aargau auch die Parolen für die nationalen Abstimmungen vom 19. Mai gefasst. Sie folgt dabei der EVP Schweiz und empfiehlt ein Ja zur Steuer- und AHV-Vorlage sowie ein Ja zum neuen EU-Waffenrecht. (fh)