Zu wenig Passagiere, zu schlechte Lage: Eurobus schliesst nächsten Sonntag die Fernbus-Haltestelle in Baden. Sie liege ein bisschen versteckt, sagt Roger Müri, Leiter Fernbus bei Eurobus, zum "SRF-Regionaljournal". "Das hat die Nachfrage erschwert." Konkrete Zahlen nennt er nicht. Es sei aber vorgekommen, dass ganze Busse leer geblieben seien.

Baden war die einzige Aargauer Haltestelle im ersten Schweizer Fernbus-Netz. Die Busse hielten in der Brown Boveri Strasse auf dem Weg von Zürich zum Euro Airport in Basel. Die Auflösung ist Teil eines grösseren Umbaus im Streckennetz. Das Unternehmen streicht mehrere Haltestellen, darunter auch jene in Olten, Sursee und Füllinsdorf. Die Teilstrecken zwischen Chur und Zürich sowie zwischen Martigny und Sion fliegen ganz aus dem Angebot, dafür gibt es neu eine direkte Verbindung zwischen Zürich und Luzern. Zwischen Zürich, Bern und Fribourg wird die Frequenz erhöht. In der Nordwestschweiz bleiben somit die Haltestellen in Solothurn, Basel und am Euro Airport bestehen.

Eurobus nahm den Fernbus-Betrieb am 10. Juni auf. Das Aargauer Busunternehmen hält die Aktienmehrheit an der Firma Domo Swiss Express, die die Fernbus-Konzession vom Bundesrat im Februar erhalten hatte.

Ursprünglich nahm der Aargau in den Überlegungen von Eurobus einen grösseren Stellenwert ein. In Rothrist war ein grosses Umsteige-Terminal geplant, das alle drei Linien miteinander verbindet. Doch daraus wurde nichts: "Es ist unmöglich, dass alle Busse am Knotenpunkt Rothrist rechtzeitig eintreffen, damit problemlos umgestiegen und der Fahrplan eingehalten werden kann", sagte Müri im Juni. (mwa)