Nationalbank-Entscheid
Euro-Streit: Fuhrhalter Giezendanner kritisiert SVP-Kollegen scharf

«Es ist einfach, grosse Worte zu schwingen, wenn man nicht selber betroffen ist», sagt der Aargauer Transportunternehmer Ulrich Giezendanner über seine Parteikollegen. «Mir egal, was die anderen sagen: Es geht um Arbeitsplätze in unserem Land.»

Daniel Vizentini
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SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner: «Mir egal, was die anderen in der SVP sagen. Es geht um Arbeitsplätze in unserem Land.»

SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner: «Mir egal, was die anderen in der SVP sagen. Es geht um Arbeitsplätze in unserem Land.»

Keystone

Für Ulrich Giezendanner stehen der Schweiz düstere Zeiten bevor. «Ich bin massiv gegen die Aufhebung des Euro-Mindestkurses», sagt der Aargauer SVP-Nationalrat, der gerade in Asien weilt. «Für mich ist das ein Tsunami für die Schweizer Wirtschaft.»

Für sein Logistikunternehmen rechnet er mit massiven Margeneinbussen. «Wir werden sehr gut abwägen müssen, was wir in Zukunft weiter werden anbieten können», sagt er. Dass Frachten in seine Auslandfilialen verlegt werden, schliesst er nicht aus. Neben dem Firmenhauptsitz in Rothrist hat die Giezendanner Transport AG auch eine Niederlassung in Köln.

Innerhalb der SVP positioniert sich Ulrich Giezendanner im Wirtschaftsflügel der Partei. «Ich weiss, dass Leute innerhalb der SVP sich für die Aufhebung des Mindestkurses eingesetzt haben» sagt er und kontert: «Es ist einfach, grosse Worte zu schwingen, wenn man nicht selber betroffen ist.» Die SVP, so Giezendanner, müsse sich für die Arbeitsplätze in der Schweiz einsetzen.