In allen drei Städten ist die Ausgangslage völlig offen. Es wird mit einem sehr engen Ergebnis gerechnet. Überall sind es Richtungswahlen zwischen Links und Rechts. In Aarau versucht der Freisinn das vor vier Jahren an die SP verlorene Stadtpräsidium zurückzuerobern. FDP-Stadtrat Hanspeter Hilfiker hat zwar im ersten Wahlgang am meisten Stimmen geholt; seinem SP-Herausforderer Daniel Siegenthaler wird der Sieg aufgrund des starken Mitte-Links-Lagers aber ebenso zugetraut.

Spannung garantiert ist auch in Baden. Nach dem Aus von Geri Müller sind noch drei Kandidaten im Rennen: Markus Schneider (CVP), der Parteilose Erich Obrist (Ex-SP) und die Quereinsteigerin Sandra Kohler (ebenfalls parteilos). Die Badener entscheiden nicht nur darüber, ob die Stadt wieder bürgerlich geführt werden soll, sondern auch über einen umstrittenen 98,5-Millionen-Schulhauskredit.

Mit ihrer Aussage, als Parteilose würde sie 90 Prozent der Wählerschaft vertreten, sorgte die Badener Stadtammannkandidaten Sandra Kohler ausserdem nochmals für Diskussionen. Von nordkoreanischen Verhältnissen war in den sozialen Medien die Rede.

In Brugg, Windisch, Aarau, Lenzburg, Buchs, und Wohlen wird auch der Einwohnerrat gewählt. Reitnau und Attelwil entscheiden über eine Fusion. Und schon heute Abend geht es an Dutzenden von Gemeindeversammlungen unter anderem um Steuererhöhungen.