Aarburg
Es fehlt eine halbe Million Franken, um die Schulden zu tilgen

Trotz eines Aufwandüberschusses von 508'300 Franken verzichtet der Gemeinderat per 2013 auf eine weitere Erhöhung des jetzigen Steuerfusses von 124 Prozent. Dies aufgrund des Finanzplans, welcher in den nächsten zwei Jahren mit der vollständigen Abtragung des Bilanzfehlbetrags rechnet.

Kurt Blum
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Der Aarburger Gemeindehaushalt werde mit weitern steigenden Kosten belastet, die nicht beeinflussbar seien, gibt der Gemeinderat zu bedenken. Im 2013 sind dies unter anderem: Spitalversorgung plus 128 000 Franken, Sonderschule plus 86 000 Franken, Lehrerbesoldung plus 145 000 Franken und Gemeindebeitrag an die Spitex plus 162 000 Franken. Der Bilanzfehlbetrag von rund 1,5 Millionen Franken nehme damit um 508 300 Franken zu und werde per Ende 2013 voraussichtlich rund 2 Millionen Franken betragen.

Bevölkerung wächst um 1 Prozent

Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern sowie den Quellensteuern wird, wie vom Kanton angekündigt, mit einem Steuerwachstum von 3 Prozent gerechnet. Ausserdem geht die Behörde von einem Bevölkerungswachstum von 1 Prozent aus, welches den budgetierten Steuerertrag ermöglichen soll: Einkommens- und Vermögenssteuern Voranschlag 2013 15,35 Millionen Franken (Budget 2012 14,7 Millionen Franken); Quellensteuern 640 000 Franken (620 000 Franken); Aktiensteuern 1,6 Millionen Franken (1,8 Millionen Franken); total 17,59 Millionen Franken (17,12 Millionen Franken).

Die Einwohnergemeinde rechnet mit Investitionen von 4,254 Millionen Franken, wovon 3,63 Millionen Franken bereits bewilligt sind (unter anderem Sanierung und Erweiterung Schulanlage Höhe mit 3,05 Millionen Franken). Die Investitionsausgaben der Eigenwirtschaftsbetriebe - Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Elektrizitätsversorgung - sind mit 2,635 Millionen Franken eingestellt.

Ertragsüberschuss bei Wasserversorgung

Das Budget der Wasserversorgung rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 270 130 Franken, welcher den Reserven zugewiesen wird. Nach Verbuchung der Nettoinvestitionen von 475 000 Franken bleibt ein Guthaben per 31. Dezember 2013 von rund 441 000 Franken. - Auch die Abwasserbeseitigung rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 498 900 Franken. Nach der Finanzierung der Nettoinvestitionen von 485 000 Franken weist das Guthaben der Abwasserbeseitigung per Ende Jahr einen Saldo von 122 000 Franken aus. - Das Ergebnis der Abfall- und Wertstoffbeseitigung liegt bei einem Überschuss von 11 300 Franken. Das Guthaben der Abfallbeseitigung beträgt per Ende Jahr rund 737 000 Franken. - Die Laufende Rechnung der Elektrizitätsversorgung im Netz weist einen Ertragsüberschuss von 640 600 Franken aus, welche den Reserven zugewiesen werden kann. Auch im Energiebereich ist ein Ertragsüberschuss von rund 48 100 Franken budgetiert.

Es gibt Entlastungen

Trotz der beiden Steuerfusserhöhungen in den letzten Jahren fehlen für die vorgeschriebenen Abschreibungen von 2,4 Millionen Franken rund 200 000 Franken und für die zusätzlichen Abschreibungen auf dem Bilanzfehlbetrag rund 300 000 Franken. Ab 2014 müssen mit der neuen Rechnungslegung statt 10 Prozent nur noch im Durchschnitt 4 Prozent vom Verwaltungsvermögen abgeschrieben werden, stellt der Gemeinderat fest. Dies würde mit den aktuellen Zahlen einer Entlastung von rund 1,4 Millionen Franken Abschreibungen entsprechen. Auch die Verselbstständigung der Elektrizitäts- und Wasserversorgung der Technischen Betriebe wird das Bilanzbild der Gemeinde bereits im Jahr 2013 positiv verändern. Nach wie vor laufen viele Projekte, wie die Überbauungen Weber-Areal und Domotec sowie der Verkauf Bahnhof West, die in den nächsten Jahren die finanzielle Situation der Gemeinde ebenfalls positiv beeinflussen.