«Jonas Fricker hat meinen grössten Respekt verdient», sagt Daniel Hölzle am Samstagabend gegenüber Tele M1. Er habe die «allergrösste Konsequenz aus seiner unhaltbaren Aussage» gezogen. Hölzle kennt Fricker als einen «verantwortungsvollen Politiker und einen guten Kollegen». Er habe stets pflichtbewusst für die Partei gearbeitet, so der Präsident der Aargauer Grünen.

Aargauer Grünen-Präsident Daniel Hölzle: «Sehe Optionen für Fricker»

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Deshalb überrasche ihn dessen Entscheidung nicht, «er hat das sicher auch für die Partei gemacht». In einem weiteren Schritt werde man die parteiinterne Zukunft von Fricker diskutieren. «Aus meiner Sicht gibt es hier definitiv noch Optionen», so Hölzle.

Mit Frickers Entscheid, sein Nationalratsmandat niederzulegen, rückt Grossrätin Irène Kälin nach. Die Lenzburgerin hat bei den Nationalratswahlen im Herbst 2015 nach Fricker die meisten Stimmen geholt. «Man wünscht sich natürlich, den Einzug in den Nationalrat auf anderem Weg zu schaffen», gibt sie gegenüber dem Regionalsender zu bedenken. Dennoch freue sie sich auf die Veränderung. 

Irène Kälin: «Heute morgen bin ich noch als Grossrätin aufgewacht»

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«Jonas Fricker ist eine integre Persönlichkeit und er verdient meinen allergrössten Respekt für diesen grossen Schritt, der persönlich sicher nicht einfach war», so die 30-Jährige aus Lenzburg. Für sie bedeute dies nun, dass sie ihr «politisches Kampffeld auf neue Ebenen» verlegen müsse.