Simone Morger

Erklärvideo
Schaum, Spulen und Laser: So werden Fernwärmerohre in Kleindöttingen produziert

Fernwärme, das ist in den meisten Fällen warmes Wasser, das in Rohren zu unseren Gebäuden transportiert wird. Damit möglichst wenig von dieser Wärme verloren geht auf dem Weg, müssen die Rohre gut isoliert sein. Eine Brugger Firma ist darin quasi Weltmeister. Wir haben in die Produktionshalle geschaut.

Simone Morger
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In der Industrie von Kleindöttingen produziert die Brugg Rohrsystem AG Rohre für den Transport von Fernwärme. Diese sind entweder starr oder flexibel und werden im Boden verlegt. Das warme Wasser, aufgewärmt etwa durch die Abluft einer Kehrichtverbrennungsanlage, gelangt durch die Fernwärmeleitungen im Boden zu Gebäuden. Dort wärmt es Radiatoren, Bodenheizungen oder Wasser. Heizen mit Fernwärme ist also klimafreundlich.

Im Video wird ein flexibles Fernwärmerohr produziert. In acht bis zwölf Stunden Produktionsprozess entsteht so über ein Kilometer Rohr, das auf eine gigantische Spule gewickelt wird. Einer der wichtigsten Prozesse ist das Anbringen des Isolationsschaums, der dafür sorgt, dass möglichst wenig Wärme verloren geht.

Weshalb die Isolation ein Betriebsgeheimnis ist

Die Isolation der Rohre ist eine der Spezialitäten der Brugg Rohrsystem AG und deshalb im Detail ein Betriebsgeheimnis. Eines der Rohre made in Aargau hat gemäss dem Unternehmen «die weltweit beste Wärmedämmfähigkeit».

Die Produzenten der Rohre sehen in der Fernwärme eine zukunftsträchtige Art der Energieversorgung, gar den «Schlüssel für die Energiewende». Ob dem so ist, wird sich zeigen, jedenfalls werden gemäss Bora Yayla, Marketingchef der Brugg Rohrsysteme AG, immer mehr Fernwärmerohre bestellt.

Das ist ein Grund, weshalb die Firma kürzlich ihren Produktionsstandort in Kleindöttingen um eine Halle erweitert hat. Und Kantonsvertreter und Medien zum Informationsanlass geladen hat.