Wahlen 2015

Erfolg der Rechten gibt Landammann Urs Hofmann zu denken

Obwohl die SP-Parteikollegin Pascale Bruderer im ersten Wahlgang klar ins Stöckli gewählt wurde, kann sich der Aargauer Landammann Urs Hofmann nicht wirklich über das Wahlergebnis freuen. Seine Partei verlor kantonal einen Sitz – an die Bürgerlichen.

Kaum stand das Endresultat der Ständeratswahlen fest, schritt Pascale Bruderer in den Ratskeller. Im Blitzlichtgewitter der Fotografen nahm sie die Gratulation von Landammann und SP-Parteikollege Urs Hofmann entgegen.

Regierungsrat Urs Hofmann (l.) gratuliert der neuen alten SP-Ständerätin Pascale Bruderer.

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Dieser überreichte der wiedergewählten Ständerätin einen Blumenstrauss – wirklich freuen mochte sich Hofmann aber nicht. «Natürlich übergebe ich den Siegerstrauss für die Ständeratswahl lieber meiner Parteikollegin als einem anderen Politiker, und ich bin glücklich, dass Pascale die Wiederwahl klar geschafft hat», sagte er im Gespräch mit der az.

Wahlen Aargau: die Reaktionen von links bis rechts

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Doch neben dem lachenden gab es bei Urs Hofmann auch ein weinendes Auge. «Dass die rechten Parteien derart stark zulegen, gibt mir schon sehr zu denken», sagte der Landammann, der selber von 1999 bis 2009 für die SP im Nationalrat sass.

Dass seine Partei dort einen Sitz verliert, hätte er nicht erwartet. «Die SP war im Wahlkampf präsent, aber ganz offenbar hat das nicht gereicht.» 

Entwicklung der SVP-Wähleranteile im Aargau

NR AG 2015

SR AG 2015

Nationalratswahlen 2015 im Aargau_Kuchendiagramm

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