Rolf Walliser arbeitet nach Sturm Burglind im Halbstundentakt. Alle 30 Minuten begutachtet der Schätzungsexperte einen neuen Schadensfall. Über 2000 Schadensmeldungen sind bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) eingegangen.

Trotz des grossen Aufwands ist es das Ziel der AGV, möglichst schnell bei den Betroffenen zu sein. Walliser unterstützt die Betroffenen, erteilt ihnen auch Ratschläge. Er sagt: "Die Hauptsache ist, dass die Leute wissen, dass wir für sie da sind." Dann seien sie in der Regel schon beruhigt.

In Suhr ist die Spitze einer Tanne abgebrochen und hat Sonnenkollektoren auf dem Dach beschädigt. Der Sachschaden hält sich in Grenzen. Hausbesitzer Daniel Glauser sitzt der Schreck gleichwohl noch in den Knochen. Fünf Minuten, nachdem er vor seinem Haus durchgegangen war, um zur Arbeit zu fahren, sei es zum Schaden gekommen. "Ich hatte Glück", sagt er zu "Tele M1".

Agil auf der Baustelle

Zu Wallisers Job gehört es auch, baustellentauglich zu sein. Damit meint er, dass er wendig sein muss. Das Fitnessabo kann er sich sparen. In Suhr, wo ein Baustellengerüst umgekippt ist und eine Fassade getroffen hat, muss er seine Kletterfähigkeit beweisen, um überall hin zu kommen. Das ist wichtig, um danach ein Grobbudget für den Schadensfall erstellen zu können. Walliser sagt: "Man darf keine Höhenangst haben."

Bis im Aargau alle Schäden aufgenommen sind, müssen er und seine fast 20 Kollegen noch mehrere Wochen von Schadensplatz zu Schadensplatz fahren. Die AGV rechnet mit Gebäudeschäden von insgesamt sechs Millionen Franken. (mwa)