Atomabfälle
ENSI segnet Erweiterung des Bundeszwischenlagers ab

Die Erweiterung des Atommüll-Zwischenlagers des Bundes beim Paul Scherrer Institut (PSI) in Würenlingen AG kann aus sicherheitstechnischer Sicht gebaut und betrieben werden. Zu diesem Schluss kommt die Nuklearaufsichtsbehörde ENSI in einem Gutachten.

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Das Paul Scherrer Institut erhält die Erweiterung des Atommüll-Zwischenlagers.

Das Paul Scherrer Institut erhält die Erweiterung des Atommüll-Zwischenlagers.

Aargauer Zeitung

Das ENSI hat gemäss eigenen Angaben vom Donnerstag 15 Auflagenvorschläge für die Erweiterung des Bundeszwischenlagers formuliert. So muss das PSI unter anderem bei der Erdbebensicherheit einen höheren Sicherheits-Vorsorgefaktor berücksichtigen. Damit werden die neuen Erdbebengefährdungsannahmen des ENSI aus dem Jahr 2016 eingehalten.

Das Gesuch für die Erweiterung wurde im Mai 2014 beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingereicht. Die Unterlagen wurden inzwischen vom ENSI im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE) geprüft.

Dabei wurden auch Stellungnahmen wichtiger Behörden, Kommissionen, Ausschüsse, Gremien und Fachstellen berücksichtigt. Das ENSI reichte das Gutachten kürzlich beim BFE ein. Es dient dem UVEK als Grundlage für die Entscheidung über die Bau- und Betriebsbewilligung.

Im Bundeszwischenlager in Würenlingen werden Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung gelagert. Es wird vom Paul Scherrer Institut betrieben. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle werden dort zwischengelagert, bis sie in einem geologischen Tiefenlager entsorgt werden können.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Bundeszwischenlager befindet sich das Zwischenlager der Kernkraftwerkbetreiber. Dieses besteht aus Hallen für abgebrannte Brennelemente sowie für schwach- und mittelradioaktive Abfälle.