Energiestrategie
Zwischenziel erreicht, weitere Anstrengungen aber nötig: Kanton Aargau publiziert ersten Bericht zur Energieeffizienz

Der erste Monitoring-Bericht zur kantonalen Strategie energieAARGAU zeigt: Die Hauptziele bei der Energie- und Stromeffizienz, der erneuerbaren Stromproduktion sowie der Versorgungssicherheit wurden erreicht – es sind aber weitere Anstrengungen nötig.

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Der Aargau präsentiert erstmals eine Standortbestimmung zur kantonalen Energiestrategie. (Symbolbild)

Der Aargau präsentiert erstmals eine Standortbestimmung zur kantonalen Energiestrategie. (Symbolbild)

Keystone

(luk) Im Juni 2015 hat der Grosse Rat die kantonale Energiestrategie energieAARGAU mit folgenden drei Stossrichtungen beschlossen: Stärkung des Energiekantons, nachhaltige Entwicklung und Erhalt der Versorgungssicherheit.

Auf der Basis dieser Leitlinien wurden in der Strategie vier Hauptziele definiert: Erstens soll der Energieverbrauch pro Kopf gesenkt werden, zweitens wird eine Stromverbrauchsreduktion pro Kopf angestrebt, drittens soll die erneuerbare Stromproduktion ausgebaut werden, viertens will der Kanton die Versorgungssicherheit weiterhin sicherstellen.

Gleichzeitig mit dem Beschluss von energieAARGAU hat der Grosse Rat dem Regierungsrat den Auftrag gegeben, die Erreichung der Ziele zu messen und regelmässig darüber Bericht zu erstatten. Mit dem heute Mittwoch publizierten Monitoring-Bericht präsentiert der Kanton erstmals eine Standortbestimmung.

Der Bericht zeigt, dass der Kanton Aargau insbesondere bei den Hauptzielen gut unterwegs ist und die Zielsetzungen aus der Strategie bisher erfüllt werden. Die Herausforderungen bleiben jedoch gross, heisst es im Bericht weiter. Insbesondere der ab 2020 steiler werdende Zielpfad sowie das nationale Klimaziel "Netto Null bis 2050", welches auch der Aargauer Regierungsrat unterstützt, erfordern zusätzliche Massnahmen.

In den Handlungsfeldern Gebäude und Mobilität konnten einige Zielvorgaben für 2020 nicht erreicht werden. Immerhin: Mit dem neu geschaffenen Entwicklungsschwerpunkt Klima, der Solaroffensive und dem Förderprogramm Energie im Gebäudebereich hat der Kanton heute Instrumente zur Hand, um die zukünftigen Herausforderungen anzupacken.

Weitere Anstrengungen sind nötig, CO2-Gesetz wichtig

Diese Massnahmen alleine genügen jedoch nicht; es sind weitere Anstrengungen nötig. Die Abstimmung vom 13. Juni 2021 hat eine hohe Relevanz und ein entscheidendes Gewicht, um Energieverbrauch, Auslandabhängigkeit und CO2- Ausstoss im Gebäudebereich signifikant zu senken – und damit, um die energie- und klimapolitischen Ziele des Kantons zu erreichen.

Als traditioneller Energiekanton sowie als führender Hightech- und Forschungsstandort stehe der Aargau hier in einer besonderen Verantwortung. Entsprechend unterstütze der Regierungsrat das CO2-Gesetz des Bundes.