Es ist ein Unterschied, ob sich der Weg von daheim zum Schulhaus in einem dicht befahrenen Siedlungsgebiet befindet oder durch verkehrsarme Quartierstrassen führt. Ein Fehlverhalten auf dem Schulweg kann in der Stadt fatale Folgen haben.

Kinder erleben auf ihrem Weg zur Schule eine aufregende Zeit. Im Rudel unterwegs wird gelacht, getratscht, Fangis gespielt, manchmal gar ein wenig «ghändlet». «Der Schulweg», so schreibt auch der Fachverband Fussverkehr Schweiz auf seiner Website, «ist mehr als nur eine Strecke von A nach B. Hier schliessen die Kinder Freundschaften, entdecken die Welt. Sie werden selbstständig und lernen, Situationen richtig einzuschätzen.» Eltern, die ihren Kindern aus übertriebener Fürsorge diese Entwicklung verschliessen, erweisen ihnen einen Bärendienst.

Deshalb sollten die Eltern ihre Kinder nicht von der Strasse fernhalten, sondern sie lehren, wie sie sich dort verhalten müssen. Verkehrserziehung beginnt im Elternhaus. Später wird sie in der Schule weitergeführt. In Lenzburg beispielsweise schult die Regionalpolizei bereits Kindergärtler im richtigen Verhalten im Strassenverkehr.

Doch wie auch immer das Kind zur Schule kommt, letztlich liegt die Verantwortung beim Elternhaus. Die Eltern müssen entscheiden, wann sie ihrem Kind eigenverantwortliches Handeln zutrauen können – und wollen.