Während aktuell vor dem Einkaufszentrum a1 anstelle der gewohnt vielen Autos schwere Strassenwalzen und Lastwagen vorfahren, herrscht im benachbarten Toys «R» Us in einigen Regalen gähnende Leere. «Mit dem Umbau nebenan hat dies nichts zu tun», versichert der stellvertretende Filialleiter Martin Knopf. «Entgegen der Befürchtungen vieler Kunden schliessen wir die Filiale auch nicht.» Allerdings wird das Gebäude nicht mehr lange mit Toys «R» Us angeschrieben sein.

Ende letzten April kaufte der irische Spielwarengigant Smyths Toys das Europageschäft der insolventen amerikanischen Spielwarenkette Toys«R»Us.

Smyths Toys mauserte sich dabei quasi über Nacht zum grössten Spielwarenhändler Europas. Zwar sind einzelne Filialen in der Schweiz noch mit Toys «R» Us angeschrieben, die Umbenennung ist aber mit dem Jahreswechsel vollzogen worden, sagt Franz Schweighofer, Verkaufsleiter Österreich/Schweiz bei Smyths Toys. Es sei aber lediglich ein Namenswechsel, rein rechtlich gesehen bleibe alles beim Alten.

So bleiben auch die Verträge mit den Mitarbeitenden sowie allen anderen Vertragspartnern bestehen. «Die Umstellung der einzelnen Filialen ist auch bereits im Gang. Oftringen sollte bis Mitte März komplett mit Smyths Toys beschriftet sein», sagt Schweighofer. «Für die Kundschaft ist auch beim Sortiment eine Veränderung spürbar.» Dieses werde der strategischen Ausrichtung von Smyths Toys angepasst. Die leeren Regale rühren nun daher, dass die Eigenmarken von Toys «R» Us abverkauft werden und nicht mehr lieferbar sind.

«Der Fokus liegt aber auch nach der Umbenennung auf Spielwaren und Babyartikeln», versichert Franz Schweighofer. Die nun gewonnene Vormachtstellung am europäischen Spielwarenmarkt soll so verteidigt werden.

Veränderungen im Sortiment gebe es besonders im Bereich der Outdoor-Spielwaren. So finden Kunden in Zukunft eine grössere Auswahl an Rutschen, Trampolinen, Pools, Schaukelgestellen sowie Sand- und Wasserspielwaren.

Keine Schliessung geplant

«Zumindest kurzfristig sind keine grossen Umbauten an der Filiale Oftringen geplant», sagt Franz Schweighofer. Kleinere Umstellungen und Anpassungen wird es aber trotzdem geben. Der Laden sei aber die ganze Zeit normal geöffnet, verspricht er. «Aktuell fehlt uns nur noch der Onlineshop, welcher aber noch im ersten Quartal 2019 kommt.»