Sonntagsverkauf
Einkaufen als Erlebnis: Der letzte Trumpf der Shopping-Center

Einkaufszentren rechnen trotz Internetkäufen mit guten Umsatzzahlen. Im Gegensatz zum Internet-Einkauf kann man im Shopping-Center noch etwas erleben und Menschen treffen.

Hanny Dorer
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Das Einkaufszentrum Shoppi Tivoli war am Sonntag sehr gut besucht.

Das Einkaufszentrum Shoppi Tivoli war am Sonntag sehr gut besucht.

Adrian Hunziker

Heute findet der erste von zwei Sonntagsverkäufen in der Adventszeit statt. «Wir sind vorbereitet», sagt Patrick Stäuble, CEO des Shoppi Tivoli. Er erwartet einen grossen Besucherstrom, nicht nur aus dem Aargau, sondern wegen des Silvesterlaufs auch aus Zürich.

Grosser Besucherandrang bedeutet auch grosses Verkehrsaufkommen. «Wir haben die Verkehrskadetten aufgeboten, um die Leute schon von der Strasse her zu den freien Parkplätzen und je nach Auslastung zu den entsprechenden Parkhäusern zu leiten», weist Stäuble auf die Vorbereitungen hin. Ausserdem habe man mit der Umweltarena ein Arrangement getroffen, sodass auch deren Parkplätze ebenfalls zur Verfügung stehen.

Erlebnis-Shoppen

Die zunehmenden Internetverkäufe haben laut Aussage von Patrick Stäuble keine Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft. «Speziell an den Tagen vor Weihnachten kommen die Kunden nicht nur zum Einkaufen ins Einkaufszentrum, sondern sie wollen etwas erleben, den Aufenthalt geniessen, verweilen, etwas essen, schmökern, aussuchen und sich von den Angeboten inspirieren lassen.»

Das stelle er auch an den immer gut besuchten Samstagen fest. «Die Leute wollen gesehen werden, sie treffen sich mit Bekannten und Freunden, das ist ebenso wichtig wie einkaufen. Der Besuch im Einkaufszentrum ist fast eine Freizeitbeschäftigung geworden. Er dient nicht nur zum Einkaufen, sondern ist eher ein Erlebnis geworden.»

Im Internet dagegen bestelle nur, wer schon genau wisse, was er kaufen wolle.

Die Herausforderung für die Einkaufszentren besteht laut dem Shoppi-Tivoli-Chef darin, den Kunden nicht nur Artikel und Produkte, sondern auch ein Erlebnis zu bieten. Um attraktiv zu sein, brauche ein Einkaufszentrum eine gewisse Anzahl von möglichst unterschiedlichen Geschäften und eine breite Palette an Produkten. «Kleinere Zentren haben da eher Probleme.»

Strassenkünstler bieten Attraktionen

Für diesen Sonntag hat das Shoppi Tivoli als besondere Attraktion drei Strassenkünstler engagiert. «Peter Löhmann wird die Kunden mit zwei Kollegen unterhalten, und auch die Kinder werden auf ihre Rechnung kommen», stellt Stäuble in Aussicht.

An den beiden Verkaufssonntagen erwartet er im Übrigen mehr Leute als letztes Jahr. «Wir hatten bereits das ganze Jahr mehr Besucher, nicht zuletzt dank der Werbung und den Umbauten», stellt Stäuble fest. «Es sieht gut aus», setzt er zufrieden hinzu.

Umsatzmässig sei allerdings eine Prognose schwierig. Viele Geschäfte hätten bereits mit Prozentaktionen begonnen – viel früher als in anderen Jahren. «Die Zeiten, als die Preise erst nach dem 26. Dezember gesenkt wurden und im Januar in den Ausverkauf übergingen, sind endgültig vorbei», weist Stäuble auf die Veränderungen hin.

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