Lehrermangel
Eine Woche vor Schulanfang fehlen im Aargau noch sieben Lehrpersonen

Bald kehren Kindergärtner und Schüler aus den Ferien zurück. Die meisten Lehrerstellen sind inzwischen besetzt. Sieben fehlen noch. Vor zwei Wochen waren es fast sieben Mal mehr. Beim Kanton ist die Erleichterung gross.

Manuel Bühlmann
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Kindergärtnerinnen zu finden, ist dieses Jahr schwieriger als auch schon.

Kindergärtnerinnen zu finden, ist dieses Jahr schwieriger als auch schon.

Andreas Maurer/az-Archiv

Am Montag beginnt das neue Schuljahr. Lange sah es so aus, als würde es schwierig, bis dahin genügend Lehrpersonen zu finden. Im Juni fehlten im Aargau 176 Lehrer.

Inzwischen gibt Christian Aeberli, Leiter Abteilung Volksschule im kantonalen Bildungsdepartement, Entwarnung: «Es fehlen nicht mehr viele Lehrpersonen. Ich bin sehr erleichtert, dass nun die allermeisten Stellen besetzt sind.»

Aktuell sind aufs neue Schuljahr hin noch sieben Stellen zu besetzen, was knapp fünf Vollzeitstellen entspricht. Davon betroffen sind alle Stufen von Kindergarten bis Bezirksschule.

Nun gehe es darum, eine Lösung für diese Schulen zu finden, sagt Aeberli. Als Beispiele nennt er ein vorübergehend erhöhtes Pensum oder Pensionierte, die temporär in einem Teilpensum weiterarbeiten.

Bei aller Erleichterung im Hinblick aufs kommende Schuljahr: Der Lehrermangel wird den Kanton Aargau auch in Zukunft beschäftigen. Schon allein deshalb, weil gemäss Aeberli in naher Zukunft mehr Lehrpersonen in Pension gehen als Nachfolger ausgebildet werden können. Die angespannte Lage mache ihm Sorgen, sagt Aeberli. «Wir müssen die Attraktivität des Berufs erhöhen und andere Ideen suchen, um Lehrer zu rekrutieren.»

Bereits jetzt dehnt der Aargau die Suche aufs nahe Ausland aus: «Wir schalten in grossen deutschen und österreichischen Zeitungen Inserate, um Lehrer zu finden.» Insbesondere in grenznahen Kantonsteilen wie dem Fricktal arbeiten viele deutsche Lehrpersonen. «Ohne sie wäre es noch schwieriger», sagt Aeberli.