Winterdienst

Eine Aargauer Erfindung: Winterdienst mit Salzwasser braucht viel weniger Salz

Bis die Strassen schwarz sind - die Werkhof-Mitarbeiter legen diesen Winter nicht zum ersten Mal eine Sonderschicht ein

Winterdienst mit Salzwasser benötigt viel weniger Salz.

Bis die Strassen schwarz sind - die Werkhof-Mitarbeiter legen diesen Winter nicht zum ersten Mal eine Sonderschicht ein

Eine Firma aus dem Aargau hat einen speziellen Salzstreuer für den Winterdienst entwickelt. Mit diesem braucht man nur ein Viertel des Salzes, um die Strassen frei von Eis zu bekommen. Sogar der Aargauer Verkehrsdirektor lobt die Innovation.

Bruno Annen braucht am morgen nur noch 300 Liter Wasser mit 70 Kilo Salz zu mischen, alles in seinen Tank des Salzfahrzeuges zu pumpen und bereit ist er für den Winterdienst auf den Dintiker Strassen. Der Werkhofchef der Gemeinde möchte die Erfindung nicht mehr missen. Er hat weniger Aufwand und kann das Eis auf den Strassen erst noch effizienter bekämpfen: Mit dem angehängten Schlauch am Fahrzeug räumt Annen auch Treppen und Wege schwarz. Das beste daran: Das Salzwasser taut das Eis sogar schneller auf als das herkömmlich verstreute Salz. 

Aargauer Erfindung: Beim Winterdienst wird mit Salzwasser nur ein Viertel des Salzes gebraucht.

Aargauer Erfindung: Beim Winterdienst wird mit Salzwasser nur ein Viertel des Salzes gebraucht.

Auf die Idee, statt Salz Salzwasser mit einer elektronischen Spritze zu versprühen, hatte ein kleiner Familienbetrieb aus Dintikon. Entwickler Roger Näf sagte gegenüber Tele M1: «Das Salz soll dorthin kommen, wo es hingehört: Auf Strassen und Trottoirs und nicht an Rabatte und Autos.» Bisher sind in der Region Dottikon vier Fahrzeuge mit Salzwasserspritzen im Einsatz.

Ein Lob für die Innovation gibt es sogar von höchster Stelle: Der Aargauer Verkehrsdirektor Peter C. Beyeler hält die Idee der Dintiker für «sehr interessant». «Sie sehen, was alle sehen, aber niemand denkt.» (fam)

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