Übernachtet hatte er gleich nebenan im «Aarauerhof». Um acht Uhr fuhr Peach Weber auf einem Servierboy eine grosse weiss-blaue Geburtstagstorte in die Schalterhalle der Aargauischen Kantonalbank (AKB). Am Hauptsitz hatte sich die kantonale Politikprominenz – der Regierungsrat hatte die Einladung vollzählig angenommen – zum Start des 100-Jahre-Jubiläums der Staatsbank zum Frühstück mit Lachs und Cüpli versammelt.

Der Komiker nahm die vorangegangenen Begrüssungsworte von Bankratspräsident Dieter Egloff auf, wonach die AKB in den letzten hundert Jahren viel Vertrauen aufgebaut habe: Er habe ab und zu Engagements für Banken, «aber die AKB ist die einzige, bei der ich die Gage nicht im Voraus verlangt habe», witzelte Weber.

Interview mit Regierungsrätin Susanne Hochuli

Interview mit Regierungsrätin Susanne Hochuli

Zu Ehren der Jubilarin hatte er seine berühmte Dächlikappe gegen eine AKB-blaue Jubiläumsmütze ausgetauscht. Gern habe er das gemacht, sagte Weber im Nachhinein zur Aargauer Zeitung und betonte, diesmal ernsthaft: «Die AKB ist ein Zeichen des Aargaus, und ich bin ja ein richtiger Aargauer.» Dennoch: «Stolz sein kann ich nicht auf die AKB – ich habe sie ja nicht gemacht.» Weber wagt einen Blick in die Kristallkugel: «Nicht alle Banken haben die Finanzkrise so gut überlebt wie die AKB, und ich glaube, es kommen noch weitere Stürme auf uns zu.» Der AKB wünsche er deshalb, dass sie weiter solide Arbeit leiste und nicht «übermütig wird wie andere, die gemeint haben, sie seien nun die grossen global players – und dann wieder in den Kindergarten abgerutscht sind».

Interview mit Peach Weber

Interview mit Peach Weber

Die Grussbotschaft der Aargauer Regierung überbrachte Susanne Hochuli. Sie würde wetten, so die Magistratin, dass man in einem Jahr bedauern werde, dass das Jubiläum vorbei sei. Für die weitere Zukunft wünscht sich Hochuli, dass die AKB eine Bank bleibe, «auf die sich Bürgerinnen und Bürger verlassen können».

Auftritt von Peach Weber

Auftritt von Peach Weber