Es klingt wie ein Hollywood-Film: Ein Sportflugzeug, das auf ein Auto stürzt. Doch vor rund einem Jahr wurde dieses Szenario traurige Realität.

Ein 70-jähriger Pilot war mit seinem Flugzeug in Grenchen SO gestartet und geriet kurz darauf in Schwierigkeiten. Der Motor seines Kleinflugzeuges fing Feuer.

Der Mann wollte in Muhen eine Notlandung hinlegen. Beim Versuch touchierte er ein Auto. Die 30-Jährige Autolenkerin erlitt Verletzungen, kam aber den Umständen entsprechend glimpflich davon.

Der Pilot hatte weniger Glück: Er erlag noch in derselben Nacht im Spital seinen schweren Verletzungen. Seine Witwe, Erna Pasinelli, sprach gegenüber «Tele M1» erstmals über die schwierigste Zeit ihres Lebens.

Die letzten Worte, die ihr Ehemann zu ihr richtete, gehen ihr bis heute nicht aus dem Kopf: «Er sagte mir, dass er nichts falsch gemacht habe. Das Flugzeug habe Feuer gefangen und mit der Fliegerei sei es für ihn nun vorbei.»

Pasinelli war mit ihrem Mann auch im Spital, als dieser verstarb. «Es war wichtig für mich, dass ich bei ihm sein konnte», sagt sie heute.

Mit dem TV-Interview will sich die Witwe bei allen Helfern bedanken, die ihrem Mann damals erste Hilfe leisteten. So auch dem 50-jährigen Kosovaren Zeqir Rexhaj, der den Pilot aus dem brennenden Flugzeug zog und jetzt für den Prix Courage nominiert ist.

Seit dem Unfall denkt Erna Pasinelli noch immer jeden Tag an ihren verstorbenen Mann. «Es ist schwer, alleine zu sein, er fehlt mir einfach jeden Tag.»

Um das tragische Unglück zu verarbeiten, besucht Pasinelli regelmässig den Flugplatz Birrfeld. Der Ort, der für ihren verstorbenen Ehemann wie ein zweites zuhause war.