Das Museum Caspar Wolf ist für Muri, für das Freiamt, für den ganzen Kanton eine grossartige Bereicherung. Zusammen mit dem Museum Kloster Muri und dem privaten Museum für medizinhistorische Bücher ergibt sich eine einzigartige Kombination am gleichen Ort. Mehr noch, wie Robert Häfner, Präsident der Stiftung Murikultur, unterstreicht: «Wir wollen nicht nur rückwärtsblicken, wir schaffen mit dem ebenfalls neuen Singisenforum auch Raum für zeitgenössische Kunst und richten so auch den Blick in die Zukunft.

Daraus können Wechselwirkungen entstehen.» Schliesslich wurde das Atelier für Kunst und Kulturvermittlung mit Angeboten für Schulen, Gruppen, wie für alle Besucherinnen und Besucher neu eingerichtet.

2013 ebnete der Zürcher Unternehmer und Murianer Franz Käppeli mit dem Kauf des Singisenflügels den Weg zum heutigen Dreiklang der Museen und zum kulturellen Mittelpunkt des Bezirkshauptorts. Er erklärte sich zudem bereit, nach baulichen Massnahmen das Gebäude der Stiftung Murikultur zu schenken und schuf 2016 selber sein Museum für medizinhistorische Bücher.

Schon früher wurde Murikultur auch von weiteren Geldgebern unterstützt, etwa der Josef-Müller-Stiftung. Die Realisierung des Projektes Museum Caspar Wolf genoss auch die finanzielle Unterstützung des Swisslos-Fonds Kanton Aargau, der Göhner-Stiftung, der Stiftung Graphica Helvetica, der Einwohnergemeinde Muri und der kantonalen Denkmalpflege.

Teamwork beim Umbau

Der Umbau der historischen Räume stellte hohe Anforderungen. Die Umsetzung erfolgte durch ein Projektteam unter der Leitung von Häfner, dem unter anderem das Architekturbüro GIPA aus Wädenswil mit Anja Thor, die Innenarchitektin Beatrice Green-Pedrazzini, der Museumsfachmann Peter Fischer, ehemaliger Direktor des Kunstmuseums Luzern und des Zentrums Paul Klee, Bern, und die Geschäftsführerin Murikultur, Heidi Holdener, angehörten.

Die Installationen für die Beheizung der Wände für ein konstantes Raumklima und die Belüftung, für die Sicherung und elektrische Versorgung verstecken sich praktisch komplett. Die Farbgebung der Wände im Museum wurde so gewählt, dass die Bilder optimal zur Geltung kommen.

Für Heidi Holdener, Geschäftsführerin der Stiftung Murikultur, ist es wichtig, dass das Angebot niederschwellig zugänglich ist. Für die Wechselausstellungen im Singisenforum wird genauso wie für das Museum für medizinhistorische Bücher kein Eintritt verlangt. Der reguläre Eintritt ins Museum Kloster Muri kostet zehn Franken, ein Kombiticket für alle drei Museen nur zwei Franken mehr.