Hochuli im «Talk Täglich»

«Ein 14-jähriger Flüchtling lebt vielleicht die nächsten 40 Jahre hier»

«Wir stellen das Kindswohl über die Volksmeinung»: Regierungsrätin Hochuli stellt sich im «TalkTäglich» den Anschuldigungen.

«Wir stellen das Kindswohl über die Volksmeinung»: Regierungsrätin Hochuli stellt sich im «TalkTäglich» den Anschuldigungen.

Wie soll der Kanton Aargau mit seinen Flüchtlingen umgehen? Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Regierungsrätin Susanne Hochuli ist deshalb unter Dauerbeschuss und nimmt jetzt zu brisanten Fragen Stellung im «TalkTäglich».

Für das schwierige Asyldossier verantwortlich, steht Regierungsrätin Susanne Hochuli unter Dauerbeschuss von rechts. Das scheint sie wegzustecken, und wie in einer Kolumne am Sonntag schoss sie auch im «TalkTäglich» auf Tele M1 zurück.

Nicht die persönlichen Attacken machten ihr zu schaffen, sondern Diffamierungen wie Asylsuchende würden vor der Fahrt übers Mittelmeer die Armani-Anzüge abstreifen und sich in Lumpen hüllten, um als Flüchtlinge durchzugehen.

Es sei schlimm, wenn solche Verunglimpfungen von Parlamentariern – angesprochen war SVP-Fraktionschef Andreas Glarner – salonfähig würden, darum wolle sie sie nicht unwidersprochen lassen.

Hochuli verteidigte auch die Fremdplatzierung von zwei Minderjährigen in einer privaten Institution durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, die wegen der Kosten ebenfalls von SVP-Mann Glarner angeprangert wurde.

«Zum Glück haben wir die Gewaltentrennung, und an die halte ich mich auch», sagte Hochuli zur Forderung, solche Massnahmen müssten von der Regierung verhindert werden. Gegen die Entscheide der Familiengerichte könne sie nichts unternehmen, «und das ist auch gut so».

Mit dem neuen Unterbringungskonzept soll auch für eine jugendgerechtere Unterbringung und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber gesorgt werden.

Das werde generell höhere Kosten verursachen, nicht nur wenn die Kindesschutzbehörde in besonders problematischen Fällen eingreift, gab Talk-Moderator und az-Chefredaktor Christian Dorer zu bedenken.

Dazu erklärt Susanne Hochuli, dass die meisten dieser sogenannten UMA ein Bleiberecht erhalten. Darum sei es angebracht und auch wichtig, für ihre Integration zu sorgen, damit sie ihr Leben später selbstständig gestalten können. Das führe auch zu weniger Folgekosten. «Ein 14-jähriger Flüchtling lebt vielleicht die nächsten 40 Jahre hier, er muss doch eine Ausbildung bekommen.» (mou)

Wie soll der Kanton Aargau mit seinen Flüchtlingen umgehen? Sehen Sie hier den ganzen Talk mit Susanne Hochuli.

Wie soll der Kanton Aargau mit seinen Flüchtlingen umgehen? Sehen Sie hier den ganzen Talk mit Susanne Hochuli.

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