In den Schockraum im Kantonsspital Baden (KSB) kommen die Patienten mit einer sehr schweren Verletzung oder einer sehr schweren Krankheit und werden dort sofort behandelt. Nicht immer kann das Kantonsspital Baden derzeit so schnell reagieren und die Patienten behandeln, wie der Chefarzt der Notfallstation gegenüber Tele M1 sagt. «Warten müssen die Patienten, die nicht schwer erkrankt sind», erzählt Markus Schwendinger weiter.

Bis zum ersten Arztkontakt können zu Spitzenzeiten so Wartezeiten von zwei bis drei Stunden vorkommen. Während der Festtage haben die Ärzte alle Hände voll zu tun und die Patienten müssen oftmals länger warten. Im Vergleich zu einem normalen Tag hat die Notfallstelle des KSB über die Festtage doppelt so viele Fälle zu behandeln. 

Auch im Kantonsspital Olten (KSO) sind die Ärzte über die Festtage im Dauereinsatz. Oft haben die Ärzte mit Bagatellfälle zu tun, wie die Leiterin für die Notfallstation KSO Susanne Ernst sagte. Rückenweh, Halsweh, Ohrenweh, ein Schnitt am Finger oder einen verstauchten Fuss – mit allen möglichen Erkrankungen oder Verletzungen gehen die Patienten ins Spital. «Es gibt Leute die kommen weil sie eine Warze am Fuss haben», erzählte Ernst von einem ungewöhnlichen Fall.

Grund für den Patientenansturm: Weil die Hausärzte über die Festtage geschlossen haben, kommen auch Patienten ins Spital, die nicht notfalls behandelt werden müssen. Eine davon ist Elisabeth Steck. Beim Rausputzen einer Gefriertruhe knackte die unterste Rippe. «Manchmal denke ich, die Rippe ist gebrochen und manchmal habe ich das Gefühl es sei wiederum nicht so schlimm», erzählte Steck von ihrem Leiden. Da der Schmerz seit einer Woche immer schlimmer wurde, ging sie ins KSO um sich untersuchen zu lassen. Gebrochen sei nichts, Steck müsse sich lediglich regelmässig einsalben, so das Urteil der Ärzte. (tom)