Erneuter Vorstoss

Drogenschnelltests: Junggrossrat Adrian Meier stösst sich an Altersgrenze

Drogenschnelltests zeigen innerhalb weniger Minuten, ob ein Autofahrer – wahrscheinlich – Drogen konsumiert hat.

Drogenschnelltests zeigen innerhalb weniger Minuten, ob ein Autofahrer – wahrscheinlich – Drogen konsumiert hat.

Der FDP-Grossrat Adrian Meier aus Reinach hat ein überparteiliches Postulat zur Bekanntgabe von Drogenschnelltests durch die Kantonspolizei eingereicht. Diese will nur bei unter 16-Jährigen keine vorläufigen Testresultate mehr veröffentlichen.

Es ist der zweite Vorstoss des 24-jährigen Adrian Meier in dieser Sache – mit der Antwort auf seine erste Interpellation war Meier nicht zufrieden.

Die Polizei hatte die Öffentlichkeit im Jahr 2013 über einen positiven Schnelltest eines jugendlichen Töfffahrers informiert, der sich im Nachhinein als falsch herausstellte. Weil das Unfallopfer in seinem Dorf trotzdem als Drögeler gebrandmarkt war, forderte Meier eine zurückhaltendere Kommunikation über solche Ereignisse.

Die Polizei versprach, bei unter 16-Jährigen keine vorläufigen Testresultate mehr zu veröffentlichen. Auch über Blut- und Urinproben werden keine Angaben mehr gemacht.

Meier und seine sechs Mitstreiter verstehen diese Massnahme jetzt so, «dass die Ergebnisse eines Drogenschnelltests nicht beweistauglich sind». Es sei deshalb unverständlich, «warum diese Grenze von 16 Jahren eingeführt wurde und nicht bei allen Betroffenen jeglichen Alters die Kommunikation geändert wird». (az)

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