Zofingen
Dringender Tatverdacht: Mutmassliche Brandstifterin bleibt länger in Haft

Die 30-jährige Frau, die Ende August in ihrem Zuhause in Zofingen einen Brand gelegt haben soll, bleibt einen Monat länger in U-Haft. Das Zwangsmassnahmengericht stimmte der Verlängerung wegen dringenden Tatverdachts zu.

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Hausbrand in Zofingen am 30.08.2017
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Eine 30-jährige Mutter wird verdächtigt, den Brand gelegt zu haben.
Das Haus ist unbewohnbar.

Hausbrand in Zofingen am 30.08.2017

Kapo AG

Nach einem Hausbrand in Zofingen am 30. August liess die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eine 30-jährige Schweizerin festnehmen. Die Frau steht unter dringendem Verdacht, den Brand absichtlich gelegt und ihr eigenes Haus angezündet zu haben.

"Der Verdacht gegen die Beschuldigte, den Brand vorsätzlich gelegt und entweder den Tod von Dritten beabsichtigt oder zumindest in Kauf genommen zu haben, hat sich erhärtet", teilt Fiona Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, am Dienstag mit.

Aus diesem Grund beantragte die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vor zwei Wochen eine Verlängerung der Untersuchungshaft um drei Monate. "Das Zwangsmassnahmengericht hat den dringenden Tatverdacht bejaht", so Strebel. Am Dienstag beschloss das Gericht, die Untersuchungshaft der mutmasslichen Brandstifterin um einen Monat zu verlängern.

Die 30-jährige Frau bestreitet die Tatvorwürfe. Gegen wen sich die Tat hätte richten können, ist unklar. Der Mann der Verdächtigen verletzte sich schwer an den Händen, die beiden Kinder sind bei Angehörigen. Sie blieben unverletzt, genau wie die mutmassliche Täterin.

Als Kandidatin der SVP war die Beschuldigte am 24. September für den Zofinger Einwohnerrat wählbar. Weil keine Verurteilung vorliege, sei sie nicht von der Wahl ausgeschlossen, sagte die Zofinger Vize-Stadtschreiberin Catrin Friedli letzte Woche gegenüber "Tele M1". Sie wurde allerdings nicht gewählt.