Müller wird gewählt, wenn...

Philipp Müller.

Philipp Müller.

Philipp Müller ist der Panaschierkönig im Aargau. Die meisten Fremdstimmen hat er aber von SVP und CVP erhalten, deshalb kann Müller bei der Ständerats-Entscheidung nicht davon profitieren. So erreicht er das Maximum: Wer im ersten Wahlgang Müller wählte, tut dies wieder – das ergibt bei einer tieferen Beteiligung (80 Prozent der Wähler entscheiden sich wieder für Müller) noch 57 156 Stimmen. Dazu kommen 7253 BDP-Stimmen (im ersten Wahlgang bei Bernhard Guhl) und 6180 GLP-Stimmen (zuvor bei Beat Flach, alles berechnet aufgrund der Fremdstimmen-Anteile bei den Nationalratswahlen). Von der EVP kommen nur 2677 Stimmen – die Partei empfiehlt Ruth Humbel, deshalb gehen nur 25% ihres Stimmenpotenzials zu Müller.

Maximum für Müller: 73 266

Knecht wird gewählt, wenn...

Hansjörg Knecht.

Hansjörg Knecht.

Für die SVP wird es am 22. November vor allem darum gehen, die eigene Parteibasis zu mobilisieren. Ausserhalb der Partei hat Knecht kaum Stimmenpotenzial.
So erreicht er das Maximum: Wer im ersten Wahlgang Knecht wählte, tut dies auch im zweiten. Die SVP mobilisiert von allen Parteien am besten, also bleiben weniger SVP-Wähler im zweiten Wahlgang zu Hause. Deshalb die Annahme: 90 Prozent seiner Wähler geben ihm am 22. November nochmals die Stimme. Das ergibt noch 69 525 Stimmen. Dazu erhält er 1816 BDP-Stimmen, die im ersten Wahlgang auf Bernhard Guhl entfielen (berechnet aus dem Anteil der BDP-Fremdstimmen für Knecht). Stimmen von SP, Grünen, GLP und EVP erhält der SVP- Kandidat hingegen keine.

Maximum für Knecht: 71 341

Humbel wird gewählt, wenn...

Ruth Humbel.

Ruth Humbel.

Ruth Humbel hat nur eine Chance, wenn eine grosse Mehrheit der Bruderer-Wähler ihr am 22. November die Stimme gibt. So erreicht sie das Maximum: Wer im ersten Wahlgang Humbel wählte, tut dies wieder – das ergibt bei einer tieferen Beteiligung noch 27 120 Stimmen. Geht jeder zweite SP-Wähler nochmals an die Urne und folgt tatsächlich die Hälfte davon der Partei-Empfehlung, erhält Humbel 20 938 SP-Stimmen. Unter derselben Annahme bekommt sie 4251 Grüne-Stimmen, die zuvor an Irène Kälin gingen. Von der EVP, die Humbel empfiehlt, erhielte sie 8029 Stimmen (75% des Potenzials von Lilian Studer). 6033 GLP-Stimmen würden gemäss Fremdstimmenverteilung bei der Nationalratswahl dazukommen, dazu noch 5440 BDP-Stimmen.

Maximum für Humbel: 71 811