Irrfahrten

Drei Polizeimeldungen aus dem Aargau, die uns dieses Jahr zum Schmunzeln brachten

Lustig sind Polizeimeldungen in der Regel selten. So kommt es auch nicht oft vor, dass eine Medienmitteilung der Aargauer Kantonspolizei auf der Redaktion für Erheiterung sorgt. Anders an einem Freitagmorgen Ende November. Zirka 9.30 Uhr. Die Verfasserin dieses Textes hatte ihre Arbeit gerade erst aufgenommen. Ein unfreiwilliger Umweg über Frick führte dazu, dass sie mit einer geschlagenen Stunde Verspätung im Aarauer Newsroom ankam. Irrtümlich hatte sie im frühmorgendlichen Schlafestaumel den falschen Zug bestiegen.

Irrtümlich war gemäss Meldung der Kantonspolizei Aargau auch eine ältere Frau in Aarau unterwegs. Auf der Suche nach dem Bahnhofsparking fuhr die Frau in ihrem Ford bis zu den Gleisen vor. Halt machte sie erst vor der Treppe auf Gleis 1. 

Aarau: Mit Auto auf Perron 1 an Gleisen entlang gefahren

Aarau: Mit Auto auf Perron 1 an Gleisen entlang gefahren

Eine deutsche Lenkerin wollte ins Parkhaus am Bahnhof. Die 41-Jährige fuhr jedoch an der Einfahrt vorbei und landete auf dem Bahnsteig. Die Hintergründe sind noch unklar. Eine Blut- und Urinprobe wurde angeordnet.​

Die Parkhauseinfahrt verpasste auch eine Autofahrerin Anfang November in Lenzburg. Stattdessen bog die Schweizerin auf den Fussweg ab und fuhr die Treppe herunter. Wo ihr Auto steckenblieb. In beiden Fällen gab es keine Verletzten und kein oder nur geringer Sachschaden – weshalb wir uns erlauben, über die beiden Fauxpas zu schmunzeln.

Bis heute ungelöst

Die dritte Meldung dürfte dem einen oder anderen AZ-Leser bestens bekannt sein. Sorgte sie doch für einen ganzen Schwall von Nachfolgegeschichten und beschäftigte nicht nur einen unserer Redaktorinnen und Redaktoren über den Sommer hinweg. «Hallwilersee: Mutmasslichen Kaiman gesichtet» lautete der Titel. Ein Fischer wollte im Juli beobachtet haben, wie ein etwa anderthalb Meter grosses Reptil plötzlich an der Wasseroberfläche erschien und nach einer schwimmenden Jung-Ente schnappte. Fachleute glaubten, dass es sich beim fraglichen Reptil um einen Kaiman handeln könnte.

Es war nicht nur für die Presse ein gefundenes Fressen. Auf Facebook kursierten schon nach kurzer Zeit lustige Bildcollagen und Kommentare. «Frau findet Kaiman in Sommerloch» war beispielsweise zu lesen. Im Strandbad Seerose in Meisterschwanden konnten sich Badegäste neu mit Krokodil-Burgern verköstigen. Und ein 17-jähriger Junge lancierte eine Petition, um den mutmasslichen Kaiman vor dem tödlichen Abschuss zu bewahren – sollte er jemals gefunden werden. Was bis heute nicht passiert ist. Ob es sich beim Reptil in Wahrheit nur um einen Wels handelte, wie eine Theorie lautete, ist nicht geklärt. «Wir haben keine Beweise für die Existenz eines Kaimans im Hallwilersee, dass es ihn nicht gibt, kann aber auch niemand mit Sicherheit sagen», sagte Polizeisprecher Roland Pfister gegenüber der AZ.

«Exot» im Hallwilersee: Kaiman oder doch nur ein Wels?

«Exot» im Hallwilersee: Kaiman oder doch nur ein Wels? (12. August)

Immer wieder hat der Kaiman vom Hallwilersee für Aufregung gesorgt. Doch das Rätsel um das Reptil scheint nun endlich gelöst: Ein Fischer hat einen riesigen Wels aus dem Wasser gezogen. Doch haben die Augenzeugen wirklich nur einen einheimischen Fisch gesehen?

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